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Oberheide verlässt die CDU

Motive unklar Oberheide verlässt die CDU

Erneut gibt es Unruhe in der Rodenberger CDU. Christel Oberheide, in der abgelaufenen Ratsperiode stellvertretende Bürgermeisterin, ist aus der Partei ausgetreten. Entsprechende Informationen dieser Zeitung bestätigte der Vorstand am Dienstag.

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Christel Oberheide

Quelle: pr.

Rodenberg. Erhard Steege, Chef der Christdemokraten in Rodenberg, wollte nichts weiter zu der Thematik sagen, und gab sich zugeknöpft. Der Algesdorfer bestätigte aber immerhin, dass Oberheide nicht mehr Teil der CDU ist. Bevor er den Sachverhalt kommentieren will, wolle er sich erst mit seinen Parteikollegen auf einer Fraktionssitzung in dieser Angelegenheit absprechen.

Oberheide selbst war am Dienstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Dem Vernehmen nach will die Rodenbergerin ihr über die CDU-Liste gewonnenes Mandat im Samtgemeinderat antreten. In den Stadtrat war sie nicht wieder eingezogen. Ob die Politikerin im Samtgemeinderat mit der CDU weiter zusammenarbeiten will, ist derzeit unklar. Ebenso, welche Beweggründe sie zu dem Schritt getrieben haben.

Grund ist außerhalb der CDU unbekannt

Selbst fundierte Kenner der Rodenberger Politikszene konnten sich am Dienstag keinen Reim auf den Vorgang machen. Unklar ist, ob Oberheide aus lokal oder bundespolitisch zu verantwortenden Motiven heraus keine Christdemokratin mehr sein mag. Nach Informationen dieser Zeitung hat sie ein langes Schriftstück verfasst, in dem sie ihre Gründe erläutert. Der Inhalt ist außerhalb der CDU noch unbekannt. Auch Kreisvorsitzender Klaus-Dieter Drewes war am Dienstag nicht erreichbar.

Oberheide hat zwar noch keine lange politische Karriere hinter sich und ist auch erst 2010 in die CDU eingetreten. Zur Kommunalwahl 2011 trat sie aber erstmals an und eroberte auf Anhieb gleich Sitze in Stadt- und Samtgemeinderat. Ferner wurde sie wie Steege zur stellvertretenden Bürgermeisterin gekürt. 2012 bekundete die Rodenbergerin Ambitionen auf eine Landtagskandidatur, scheiterte aber an ihren parteiinternen Konkurrenten, Mike Schmidt, dem heutigen Nenndorfer Verwaltungschef.

Parteiaustritt ist verwunderlich

Von internen Streitigkeiten zwischen Oberheide und anderen Akteuren der Rodenberger CDU war in den vergangenen Wochen nichts zu hören gewesen. Die bisherige Schriftführerin des Ortsvereins galt als Vertraute Steeges. Beide hatten im Frühjahr massiv gegen die Kür André Hoffmanns zum Kreistagskandidaten Nummer eins für Rodenberg/Lindhorst aufbegehrt und galten auch als Haupttriebfedern, die Hoffmann zum Rücktritt als Amtsverbandsvorsitzender gedrängt hatten. Ihr Parteiaustritt ist umso verwunderlicher, da Oberheide mit dem Hülseder CDU-Ortsvorsitzenden, Dirk Tetzlaff, liiert ist. gus, js

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