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Oberstufe ein „Aushängeschild“

Rodenberg Oberstufe ein „Aushängeschild“

Eine regelmäßige Oberstufe an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Rodenberg: Das ist der innige Wunsch nicht nur von Schulleitung und Lehrern, sondern auch vieler Schüler und Eltern.

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Stefan Politze (von rechts) und Heike Bode-Vogt schauen den Schülern im Unterricht einmal über die Schulter.

Quelle: pr.

Rodenberg. Knapp mehr als die Hälfte der derzeitigen Zehntklässler – 77 von 145 – hat per Voranmeldung seine Fühler nach Stadthagen ausgestreckt, um die Oberstufe der IGS Schaumburg besuchen zu können, berichtet Schulleiterin Heike Bode-Vogt.

Das Thema Oberstufe war einer der Aspekte, die Schüler und Lehrer der IGS am Dienstag gemeinsam mit Karsten Becker, SPD-Landtagsabgeordneter aus Schaumburg, und Stefan Politze, bildungspolitischer Sprecher der SPD im Landtag, erörterten. Auf Einladung von Carsten Jassner, Vorsitzender des Elternschulrates, ließen sich die beiden Politiker bei einer Führung durch die Unterrichtsräume einen Einblick in den Rodenberger Schulalltag geben und erfuhren so manches über die Vorstellungen und Wünsche der Lehrer und der Jugendlichen. Ganz oben: eine eigene Oberstufe.

In den Augen von Malte Stryj, Jelena Stock, Leonie Pfingsten und Hauke Niemann, alle aus der neunten Klassenstufe, ist die Distanz bis nach Stadthagen nicht zu unterschätzen. „Im Moment kann ich noch mit dem Fahrrad zur Schule fahren“, erzählte Malte. Eine Dreiviertelstunde mit dem Bus sei schon etwas ganz anderes. „Das ist vergeudete Zeit.“ Der Aspekt Fahrtzeit und Schulbus bewege manche Schüler bereits zur „Flucht“ aus Schaumburg, und sie sehen sich nach einem Oberstufenplatz in Hannover um, berichteten Leonie und Jelena.

Karsten Becker konnte die Argumente von Schülern und Lehrern nachvollziehen. Die Option auf ein Abitur als Bildungsabschluss beeinflusse immerhin auch die Entscheidung der Eltern, auf welche Schule sie ihr Kind schicken möchten. „Eine Oberstufe ist somit ein Aushängeschild für eine IGS, wir nehmen diesen Wunsch deshalb sehr ernst.“

Einfach aus dem Boden stampfen könne man so etwas natürlich nicht. Elementar seien vor allem die Anmeldezahlen für die Oberstufe. Die endgültigen Anmeldungen für nächstes Schuljahr werden wohl kurz nach der Zeugnisvergabe im Juli herausgehen, dann möchte sich die SPD erneut mit dem Thema befassen und es in die politische Diskussion einbringen. Entscheidend sei aber auch, dass nicht nur die aktuellen Zahlen stimmen. „Es muss dauerhaft eine vernünftige Oberstufe möglich sein“, erklärte Becker. Denn mehr Klassen heißen mehr Lehrer und mehr Räume. Im Angesicht des demografischen Wandels bedeuten „die Anbauten von heute leider die Leerstände von morgen“, weshalb ein solcher Schritt wohlüberlegt sein müsse. Von den 77 Voranmeldungen und der „Qualität der pädagogischen Arbeit“, die diese Zahlen belegten, zeigte sich Becker jedoch schon einmal sehr beeindruckt. Aus diesem Potential ergebe sich „eine politische Verpflichtung“, den Wunsch der IGS zu prüfen. Welche Klassenstufe bei einer letztlich positiven Entscheidung frühestens in den Genuss einer Oberstufe käme, sei aber Kaffeesatzleserei. kle

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