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Opportunisten auf vier Pfoten

Doppelt gefütterte Katzen Opportunisten auf vier Pfoten

So pflegeleicht Katzen im Vergleich zu Hunden sein können, so opportunistisch handeln sie, wenn es um die Wahl ihrer Günstlinge geht. Nicht selten kommt es vor, dass die Vierbeiner neben dem eigentlichen Heim noch bei anderen Tierliebhabern durchgefüttert werden – zum Ärger der Besitzer.

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Katzen legen in ihrem Revier mitunter zwei Kilometer an Wegstrecke zurück, um Nahrung zu finden.

Quelle: dpa

Rodenberg. Diese sind auf die Gesundheit der Schützlinge bedacht sind und machen sich nicht zuletzt Sorgen um den Verbleib ihres Tieres. Genauso ergeht es einer Leserin aus Rodenberg, die sich an die SN wandte.

„Das kennen wir nur zu gut“, sagt Jutta Schneider, Vorsitzende des Tierschutzvereins Rodenberg/Bad Nenndorf. Aktuell wisse sie von einem weiteren Fall in Bad Nenndorf. Es sei unvernünftig, Futter für fremde Tiere bereitzustellen. „Damit entfremdet man das Tier vom eigentlichen Besitzer“, so Schneider. Gerade wenn die Samtpfote gesundheitliche Probleme hat und spezielles Futter braucht, kann es so zu Problemen kommen. Die Tierschützerin rät dazu, einen Aufruf mit Foto der Katze zu starten und den Kontakt zu den unbekannten Futtergebern zu suchen. Sollten jene allerdings nicht gesprächsbereit sein und ihr Handeln nicht unterlassen, „würde ich zivilrechtlich die Tierartkosten einklagen“, so Schneider.
Doppelt gefütterten Katzen droht zudem lebensverkürzendes Übergewicht. Auch können sie stark frieren, wenn sie nachts bei Minusgraden zwischen zwei Domizilen pendeln und dann an beiden Orten vor verschlossenen Türen stehen.

Auf Missstände aufmerksam machen

Auch Ulf Güber, Fachbereichsleiter Tierschutz beim Landkreis, empfiehlt, mittels einer Botschaft direkt auf den Missstand aufmerksam zu machen. „Katzen sind Nahrungsopportunisten, das hat mit Hunger im engeren Sinn oftmals nichts zu tun“, so der Veterinärmediziner. Nachbarn sollten nicht mit Futter oder einem Schlafkorb Anreize schaffen, um fremde Triere bei sich heimisch zu machen. Generell sei es wenig ratsam, augenscheinlich streunende Katzen zu füttern. Denn damit begründen Tierliebhaber nicht nur möglicherweise eine wachsende Katzenpopulation, sondern treten auch noch ein Betreuungsverhältnis ein und sind somit für solche Tiere verantwortlich. „Entsprechend muss man sich dann auch um die Kastration der Tiere kümmern“, so Güber.
Genauso wenig ratsam ist es, etwa Schafe oder Pferde auf ihren Koppeln mit mitgebrachtem Futter zu versorgen. Neben den dadurch möglichen gesundheitlichen Schäden, „werden die Tiere nur zu ungezogenen Bettlern erzogen“, sagt Güber.

Informationen rund um den Tierschutz und Streitfragen bei Kleintieren gibt Güber unter Telefon (0 57 22) 96 68 00. js

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