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Pionierarbeit führt seit 15 Jahren zum Ziel

Rodenberg / Kinderfeuerwehr Pionierarbeit führt seit 15 Jahren zum Ziel

Dass es im Landkreis Schaumburg fast flächendeckend Kinderfeuerwehren gibt, hängt auch mit der Hartnäckigkeit einiger Rodenberger zusammen. Denn in der Deisterstadt gab es die erste per Satzung eingetragene Kinderfeuerwehr im Schaumburger Land.

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Die aktuellen „Grisus“ mit ihren Betreuern und dem Mini-Leiterwagen, der beim Schützenfestumzug jedes Jahr für viel Spaß sorgt.

Quelle: gus

Von Guido Scholl

Rodenberg. Ein Rückblick auf 15 erfolgreiche Jahre.

Was heute mit reichlich Applaus begleitet wird, erzeugte im Jahr 1999 noch kräftig Gegenwind: Die Gründung der Rodenberger Kinderfeuerwehr wurde von den Beobachtern teils belächelt, teils sogar kritisiert. „Kommen die Kinder demnächst im Kinderwagen zur Feuerwehr?“ – solche Fragen mussten die Verantwortlichen seinerzeit beantworten. Oder zumindest anhören.

Die Verantwortlichen, das waren der erste Kinderfeuerwehrwart Manfred Backhaus sowie Frank Döpke und Oliver Kolsch, die zehn beziehungsweise zwölf Jahre lang als Betreuer fungierten.
Trotz aller Skepsis wurde die „Grisugruppe Rodenberg“ zum Erfolgsmodell. 23 Gründungsmitglieder sprechen für sich. In Spitzenzeiten wuchs die Zahl der „Grisus“ auf 50. Derzeit zählt die Kinderfeuerwehr etwa 15 Jungen und Mädchen, was das heutige Betreuerteam um Sebastian Klein durchaus als gut bewertet, zumal das Freizeitangebot für Kinder immer umfangreicher wird.

Im Gespräch mit dieser Zeitung erinnerten sich Kolsch und Döpke an die Anfangsjahre als Betreuer. „Wir hatten keine pädagogische Ausbildung. Da kann eine Stunde ganz schön lang werden“, sagte Döpke schmunzelnd. „Eine klare Ansage“, so Kolsch, das funktioniere meist, um eine Kindergruppe unter Kontrolle zu bringen. Denn schließlich unternehmen die Betreuer mit den Kindern auch Ausflüge bis nach Herford und Hannover. Eine gewisse Disziplin ist dabei unerlässlich.

Nachtwanderungen, Kinder-Disco, Besuche des „Tropicana“ und der Wildtierstation in Sachsenhagen sowie Fahrten zum Kino nach Bad Nenndorf gehören ebenso zum Veranstaltungsprogramm der Kinderfeuerwehr.

Der „Dienst“ besteht einerseits aus Spielen, aber auch aus Unterricht – beispielsweise zum Verhalten in Notfällen. Der Renner ist nach wie vor das Fahren in den roten Feuerwehrfahrzeugen – nur mit der Ausrüstung der Erwachsenen dürfen die Sechs- bis Neunjährigen nicht hantieren. Dies beginnt erst in der Jugendfeuerwehr, wohin die Kinder mit zehn Jahren wechseln können.

Im Durchschnitt wurden in den 15 Jahren fünf Jungen und Mädchen pro Jahr in diese Gruppe übergeben. Bei den Aktiven tun heute 15 Kameraden Dienst, die in der Kinderfeuerwehr angefangen haben. Zudem stammt das gesamte Jugendfeuerwehr-Betreuerteam aus der Kindergruppe. Damit haben die „Grisus“ ihren Zweck erfüllt. Denn das Gewinnen von Feuerwehrleuten, die als Erwachsene Brände löschen, Unfallopfer bergen und Keller auspumpen ist das originäre Ziel bei dem Unterfangen.

Mitmachen kann bei den „Grisus“ jedes Kind zwischen sechs und neun Jahren. Die Treffen sind montags von 17 bis 18 Uhr im Feuerwehrhaus. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

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