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Rodenberg Poggenwinkel im plötzlich Fokus
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Poggenwinkel im plötzlich Fokus
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13:14 11.03.2018
Rodenberg

Ein Problem ist für Verwaltung und Gewerbetreibende der Umstand, dass kaum ebenerdige Ladenlokale zur Verfügung stehen.

Einzige Lösung ist ein Rampenbau wie zum Beispiel bei der Bäckerei Hünerberg. Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist dies aber schwierig. Planer Claus Mensing, seines Zeichens Schwiegersohn des Rodenbergers Helmut Stille, riet zu einer Center-Betrachtung der Innenstadt.

Wäre diese ein Einkaufs-Center, könnten Läden flugs von hier nach dort verlegt werden – je nach Bedarf und Interesse. Ihm sei bewusst, dass die Sache in einer Stadtlage weitaus schwieriger ist. „Ich meine nur, Sie sollten das einfach mal in Betracht ziehen,“ so Mensing.

Apotheker sucht geeignete Fläche

Der Betreiber einer Apotheke legte dem Plenum sein Dilemma dar. Seit Jahren suche er geeignete Flächen für einen Umzug, doch es seien keine vorhanden. „Sie wissen, ich bin bereit zu investieren, aber es gibt keine Möglichkeit“, sagte der Unternehmer an die Adresse von Stadtdirektor und Wirtschaftsförderer Georg Hudalla. Eine Rampe kommt für ihn nicht infrage.

Dieser entgegnete ebenso wie Baufachbereichseiter Jörg Döpke, dass der Fall bekannt ist. Aber der Stadt seien die Hände gebunden. Ein Läden-Neubau käme daher durchaus gelegen, deutete Hudalla an. Offen ausgesprochen wurde es in diesem Zusammenhang nicht, aber gemeint konnte eigentlich nur das von der Volksbank geplante Gebäude sein. Das Unternehmen will eigentlich im Bereich der Aue bauen.

Doch dagegen regte sich bislang einiger Protest. Unter anderem bereitete die Beschaffenheit des Untergrunds direkt an dem Gewässer Sorge. Auch auf Negativeinflüsse auf die Hochwassersituation wurde verwiesen. Stadtplanerische Aspekte wurden ebenso angeführt.

Belebung des Poggenwinkels

Nun brachte der Gewerbevereinsvorsitzende, Günter Ebertz, eine Belebung des Poggenwinkels ins Gespräch, um die Lange Straße besser mit dem Amtsplatz zu verknüpfen. Dort könnte der Volksbank Hameln-Stadthagen also möglicherweise auch ein Standort für den Komplex angeboten werden, in dem Läden, Dienstleister, Mediziner und Wohnungen angesiedelt werden sollen.

Vertieft wurde die Debatte dazu nicht – auch weil Volksbank-Regionalchef Stefan Markwirth zuvor berichtet hatte, es gebe noch keine konkreten Planungsergebnisse. Doch der Stein ist ins Wasser geworfen worden, nun wird sich zeigen, wie hoch die Wellen schlagen. Sprich: In welche Richtung tendiert die diesbezügliche Diskussion.  gus

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