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Politik diskutiert Leitbild für die Stadt

Umfrage „Rodenberg 2020" Politik diskutiert Leitbild für die Stadt

Die Umfrage „Rodenberg 2020 – Wünsch Dir Deine Stadt“ beschäftigt die Politik: Wie sollen die von der Lokalen Agenda 21 gesammelten Bürgerwünsche in die Planung eingearbeitet werden? Dass ein Leitbild für Rodenberg erstellt werden muss, steht mittlerweile außer Frage.

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Rodenberg. Bei der Umfrage war unter anderem herausgekommen, dass sich die Rodenberger mehr Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie wünschen. Auch der Umbau von Rad- und Fußwegen wurde mehrfach angesprochen.

Hans-Dieter Brand (SPD) plädierte für einen unbelasteten Blick auf die Stadt – ohne haushalterische Scheuklappen. Welche Läden und welche Konzepte brauche das Rodenberg des Jahres 2020? Soll die Innenstadt fußgängerfreundlicher sein? Eine Fußgängerzone wäre eine Vision, so Brand, die aber gründlich diskutiert werden muss.

„Man muss innovativ denken, man muss zukunftsorientiert denken“, sagte Tina Böhm (WGR). Die Stadt müsse etwas wagen und dürfe keinesfalls in einem Dornröschenschlaf verharren. Erhard Steege (CDU) sprang direkt auf die Fußgängerzone an: Ihm falle es schwer, sich ein solches Konzept an der Langen Straße vorzustellen. „Soll der Verkehr am WEZ vorbeilaufen oder über die Echternstraße?“, fragte Steege. Er riet dazu, die Diskussion auf den Amtsplatz zu fokussieren.

Dies ging Catrin Döpke (SPD), Leiterin des Ausschusses, zu weit. Die Politiker sollten offen und unbedarft an das Thema herangehen, ohne bereits jetzt Dinge auszuschließen. Döpke gestand aber ein: „Wolkenkuckucksheime“ sollte niemand im Kopf haben. Ihr stimmte Böhm zu.

Alle Wünsche, so Brand, können ohnehin nicht erfüllt werden. Dazu sei die Bevölkerung zu unterschiedlich geprägt. Auch der stellvertretende Stadtdirektor Günther Wehrhahn verwies auf weit voneinander entfernte Interessenlagen der Rodenberger: von der jungen Mutter, die ihren Nachwuchs im Blick hat, bis hin zu Senioren, denen es um bezahlbaren Wohnraum geht.

Die Umfrage der Lokalen Agenda soll nicht als Handlungsanweisung dienen. Dies hatte Agenda-Mitglied Rudolf Zerries auch noch einmal betont. Es sei nicht das Ziel der Gruppe gewesen, der Stadt Vorschriften zu machen. Eine Diskussionsbasis wird das Papier, das auf 173 Fragebögen basiert, aber allemal sein. Denn – und auch das sprach Zerries an – die am häufigsten angezeigten Mängel sind Gegenstand der politischen Diskussionen der zurückliegenden Jahre gewesen. Geändert habe sich indes nicht viel.

Der Ausschuss einigte sich darauf, einen Vorschlag Brands zu befolgen. Dieser hatte angeregt, dass sich alle Fachausschuss-Vorsitzenden die Themen aus der Umfrage heraussuchen, die sie in den von ihnen geleiteten Gremien diskutieren lassen wollen. Ein Beschluss darüber wurde allerdings nicht gefasst. gus

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