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Preisträger in ganz Deutschland gesucht

Julius-Rodenberg-Preis Preisträger in ganz Deutschland gesucht

Der Julius-Rodenberg-Preis soll vermutlich ab 2017 vergeben werden. Im Ausschuss für Sport, Kultur und Heimatpflege wurde darüber hinaus deutlich, dass die Auszeichnung bundesweit ausgelobt werden soll.

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Julius Rodenberg

Von Guido Scholl Rodenberg. Stadtdirektor Georg Hudalla erläuterte, dass er über die Preis-Vergabe im Vorfeld mit Sigmund Graf Adelmann, Geschäftsführer der Schaumburger Landschaft gesprochen hat. Julius Rodenbergs heutiger Bekanntheitsgrad korrespondiere in keiner Weise mit der Bedeutung, die er zu Lebzeiten gehabt habe. Adelmanns Vorschlag habe gelautet, den Preis nicht lokal zu vergeben sondern deutschlandweit – an Menschen, die sich schriftstellerisch oder publizistisch im Sinne Julius Rodenbergs verdient gemacht haben. Dies könne dazu beitragen, das Andenken des als Julius Levy geborenen Herausgebers und Journalisten zu erhalten und diesen wieder bekannter zu machen. Allerdings sei es sinnvoll, den Preis nur alle zwei Jahre auszuloben, damit dieser sich nicht abnutze.

Rudolf Zerries, der sich in der jüngeren Vergangenheit bereits tiefer in das Lebenswerk Julius Rodenbergs eingearbeitet hatte, erklärte, dass die Politik frühzeitig einbezogen worden sei, damit nicht erst viel Arbeit investiert werde, und am Ende der Rat das Preisgeld verweigert. 3000 Euro sollen an die Auszeichnung gekoppelt sein.

Um in der Jury mitzuarbeiten, benötige niemand Expertenwissen über Julius Rodenberg. Es gehe eher darum, Menschen zu würdigen, die in der öffentlichen Wahrnehmung im zweiten Glied stehen. Beispielsweise Liedtexter oder Internetblogger. Möglich wäre auch, einen Publikumspreis auszuloben, was dann aber eher populäre Figuren bevorzugen dürfte. Dies hielt Zerries für problematisch und nicht im Geiste Julius Rodenbergs. Mehr Sinn mache ein Jury-Preis, wobei die Auswahl der Juroren noch zu diskutieren sei.

Catrin Döpke (SPD) fand das Vorhaben grundsätzlich gut. Sie sagte, sie glaube nicht, dass der Preis bereits kann. Zerries stimmte zu, 2017 sei realistischer. Erhard Steege (CDU) riet dazu, die Vorarbeit anzuschieben, die Stadt solle sich aber eher auf ein Preisgeld von 2500 Euro festlegen.

Gerd Grädener (WGR) plädierte für ein Preisgeld von 4000 Euro, was Steege für zu hoch hielt. Zerries hatte zuvor die Möglichkeit angesprochen, einen Sponsor ins Boot zu holen. Dass sich die Stadt fortwährend um einen Geldgeber kümmern muss, hielt Steege für nicht erstrebenswert. Er forderte zudem einen feierlichen Rahmen für die Preisverleihung, und den gebe es auch „nicht für 500 Euro“.

Döpke sagte, es sei noch zu früh, über die Höhe des Preisgelds zu diskutieren. Erst einmal müsse feststehen, nach welchen Kriterien genau ausgezeichnet werden soll. Dies unterstützte Ausschussvorsitzende Anja Niedenzu (SPD). Auf Antrag Marlies Berndt-Büschens (FDP) fasste der Ausschuss einen Grundsatzbeschluss, die Planung der Preisvergabe voranzutreiben. Die Details werden nun von einer Arbeitsgruppe erörtert. gus

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