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Rodenberg Protestzug mit 40-Meter-Schal
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Protestzug mit 40-Meter-Schal
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00:17 19.07.2013
2012 lassen sich BüRo-Mitglieder während der Gegendemonstration in Bad Nenndorf mit dem Grünen-Politiker Jürgen Trittin fotografieren. Quelle: pr.
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Von Guido Scholl

Rodenberg. Die Strecke wird diesmal etwas länger, da der ökumenische Gottesdienst wegen der Umbaumaßnahmen im Kurpark nicht an der Muschel sondern in der St.-Godehardi-Kirche gefeiert wird. Der Gottesdienst soll erneut das Ziel sein. Die Kundgebung erhält Polizeischutz und Geleit auf der angemeldeten Strecke bis hin zur Kirche.

Um 8 Uhr ist am 3. August Start am Amtsplatz für alle, die Teilnehmen wollen. Zwar wird der Kundgebungszug wie gewohnt bunt und auffällig sein, doch das Eintreffen in der Kirche soll pünktlich erfolgen, wie BüRo-Sprecher Uwe Märtens erklärte. Der Gottesdienst beginnt um 9 Uhr. In den vergangenen Jahren war der Rodenberger Zug leicht verspätet an der Muschel eingetroffen, was allerdings bestens in die Szenerie unterm Hamburger Dach gepasst hatte. Beim Gottesdienst in der Kirch wäre ein großes „Hallo“ für die Nachzügler eher unpassend, meinte Märtens.

Mitlaufen kann und soll jeder, der ein Zeichen gegen Neonazis und für Demokratie setzen möchte. Möglich ist es auch, sich im Zuge der Strecke beispielsweise am Grünen Baum oder an der Ecke Grover Straße einzureihen.
Bunte Kleidung ist ausdrücklich erwünscht. Der etwa 40 Meter lange Schal, den die BüRo-Mitglieder gehäkelt haben und der in 2012 erstmals mitgenommen worden war, ist auch diesmal am Start. Wer Anregungen oder Fragen zum Rodenberger Anteil am Protest gegen den Aufmarsch hat, kann sich per E-Mail an u.maertens.@web.de wenden.

Auch an der Bildung der Menschenkette vom Winckler-Bad bis zum Bahnhof wollen sich die Rodenberger beteiligen. Diese soll am Nachmittag des 2. August entstehen.
Angemeldet sind die Kundgebungen des Rodenberger Bündnisses übrigens noch bis 2041, denn BüRo hat sich das Versammlungsrecht in 2011 für 30 Jahre sichern lassen - als Reaktion auf die Daueranmeldung des Neonazi-Aufmarsches.

Der niedersächsische Landespräventionsrat hat das Rodenberger Bündnis jüngst als vorbildlich gelobt, weil es sich trotz geringer örtlicher rechtsradikaler Aktivitäten im Kampf gegen Neonazis einsetzt. Zusätzlich zu den Kundgebungen bei den Nazi-Aufmärschen haben die Stolperstein-Verlegung in 2012 und kulturelle Veranstaltungen zu dem Lob beigetragen.

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