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Rodenberg Rätselraten um „Abwerbeversuch“
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Rätselraten um „Abwerbeversuch“
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00:21 22.03.2015
Marlies Weigelt: „Im Backhaus bleibt alles, wie es ist.“ Quelle: kle
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Rodenberg. Eine grundsätzliche Ablehnung des Bürgertreffs habe damit aber nichts zu tun, betonte Weigelt gegenüber unserer Zeitung. Vielmehr habe sie gehört, dass hinter ihrem Rücken Uwe Märtens, Vorsitzender der SPD, gezielt einen Nutzer des Backhauses angesprochen haben soll, ob dieser nicht in den Bürgertreff wechseln möchte. Märtens selbst hat von dieser Geschichte nach eigener Aussage noch nie ein Wort gehört.

Bei der Jahresversammlung der SPD Rodenberg war angeklungen, der Austritt Weigelts habe womöglich etwas mit der Befürchtung zu tun, dass der Bürgertreff als Konkurrenz zum Backhaus angelegt werde. „Ich bin kein Gegner der Langen Straße 2 und habe nichts gegen den Bürgertreff“, erklärte Weigelt. „Als ich gehört habe, dass dort auch ein Platz für die Jugend entstehen soll, fand ich das toll.“

Entsprechend hege sie keinen Groll gegen ihre ehemaligen Parteifreunde, die sich für den Treff einsetzen. Der Austritt hänge allein mit der Aktion von Uwe Märtens zusammen – von der sich dieser, darauf angesprochen, sichtlich überfahren zeigte. „Solche Ansprachen habe ich nie gemacht“, betonte der SPD-Vorsitzende.

Überhaupt habe er noch gar nicht sehr viele Gespräche zum Thema Bürgertreff-Nutzung geführt, „geschweige denn, dass ich jemanden gezielt darauf angesprochen hätte“. Allein bei der offenen SPD-Veranstaltung im Oktober, bei der es konkret um dieses Thema ging, habe er Vertreter von Vereinen, die für ihre Treffen eben noch keinen festen „Platz“ haben, gefragt, ob für sie die Lange Straße 2 infrage käme.

„Wenn von denen einer gesagt hätte: ,Wir sind doch schon im Backhaus‘, hätte ich da auch nie weiter nachgehakt.“ Immerhin sei er selbst regelmäßiger Nutzer des Backhauses, unter anderem die Veranstaltungen der SPD und der Sprachkurs für Flüchtlinge seien dort untergebracht.

Märtens bedauert den Austritt Weigelts. Was ihn jedoch am meisten betrübe, sei, dass sie wegen dieser Vorwürfe nie persönlich auf ihn zugekommen sei, „obwohl wir uns regelmäßig gesehen haben“. Leider wollte sie ihm auf seine Nachfrage hin nicht einmal sagen, um wen es sich bei diesem angeblichen „Abwerbeversuch“ überhaupt gehandelt hat.

Das Backhaus Aktiv besteht in seiner jetzigen Form seit rund zehn Jahren. Eigentümer ist die Stadt, Weigelt die Mieterin, die zusammen mit dem Verein die Belegung der Räume organisiert. Außer für Sportkurse und Musikunterricht wird das Backhaus noch von Vereinen, aber auch für private oder kulturelle Veranstaltungen genutzt. So soll es auch weiterhin bleiben, erklärt Weigelt, „bei uns bleibt alles, wie es ist“. kle

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