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Rechtzeitig Vorsorge treffen

Information Rechtzeitig Vorsorge treffen

In einer gemeinsamen Veranstaltung haben der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) und der Betreuungsverein Schaumburg Interessierte über die Anforderungen von Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten und Betreuungen informiert.

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 Karin Höller gibt Tipps und Informationen rund um die Themen Betreuung, Patientenverfügung und Vorsorgevollmachten.

Quelle: ar

Rodenberg (ar). Ein besonderes Augenmerk lenkten beide Vereine auf die spezielle Situation der Flüchtlinge in Deutschland.

 „Grundsätzlich“, so erläuterte Karin Höller vom Betreuungsverein, „haben Ehepartner und Kinder weder Auskunftsrechte noch Weisungsbefugnisse beispielsweise gegenüber Ärzten, falls ein Angehöriger keine eigene Entscheidung über lebensverlängernde Maßnahmen mehr treffen kann.“ Es sei auf jeden Fall ratsam für jeden Menschen, eine Patientenverfügung für solch eine Situation zu verfassen. Deutlich umfassender ist eine Vorsorge- oder Generalvollmacht, in der auch Bankgeschäfte oder Behördenangelegenheiten von der bevollmächtigten Person geregelt werden dürfen.

 „Darüber hinaus“, führte Höller weiter aus, „hat jeder Mensch, der sich in Deutschland aufhält, die Möglichkeit, sich über eine Betreuung Hilfe im Alltag an die Seite zu holen.“ In der Regel werde der Betreuer im Einverständnis mit der zu betreuenden Person vom zuständigen Amtsgericht bestellt. Eine Betreuung kann jeder – ebenfalls beim Amtsgericht – anregen, der diesen Bedarf bei einem anderen erkennt.

 Besonders sensibel sei dieses Thema im Zusammenhang mit den Flüchtlingen zu sehen. Unterschiedliche rechtliche Voraussetzungen seien zu beachten, was die Verfassung von Dokumenten betrifft. Denn Ärzte benötigen diese in der hiesigen Amtssprache, also Deutsch. Im Zweifelsfall müsse ein vereidigter Übersetzer tätig werden. Auch kulturelle Barrieren seien nicht zu unterschätzen, unterstrich Höller in ihren Ausführungen.

 Viele gute Ansätze gebe es bereits, fügte Tina Böhm von der Awo hinzu. Das MiMi-Projekt (Mit Migranten für Migranten) des Ethno-Medizinischen Zentrums in Hannover sei ihr schon oft eine Hilfe bei der Betreuung der Flüchtlinge gewesen. Höller sieht es genauso, aber: „Die Systematik fehlt noch“, erklärte sie.

 Der Betreuungsverein hält auf Anfrage gern weitere Vorträge zu diesem Thema. Auch für die Unterstützung von ehrenamtlichen Betreuern und bei Fragen zum Thema Vorsorge ist der Verein als Ansprechpartner tätig.

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