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Revolvermänner im Fadenkreuz

Junger Literat Revolvermänner im Fadenkreuz

Dass Kinder auf Cowboys und Pistolen stehen, ist nicht neu. Dass jemand mit zwölf Jahren ein Buch über berühmte Wildwest-Figuren schreibt, ist schon eher ungewöhnlich. Mit seinem Buch „Revolverhelden“ hat der mittlerweile 13-jährige Jonathan Smith aus Rodenberg ein verblüffendes Werk abgeliefert.

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Revolverhelden haben es Jonathan Smith angetan.

Quelle: gus

Rodenberg. Vor etwa vier Jahren erfasste der Western-Bazillus den Nachwuchs-Schriftsteller. Billy the Kid, Jessie James, Wyatt Earp und Co. haben es ihm einfach angetan. Doch Jonathan Smith ist anders als die meisten Jungen in seinem Alter, er will nicht fiktive Romane über blumig ausgeschmückte Heldentaten lesen. Ihn interessieren die Fakten, die Realität.

Daher setzte er es sich zum Ziel, ein fundiert recherchiertes Sachbuch über die Revolvermänner des Wilden Westens zu verfassen. Solche Werke gab es bisher nur auf Englisch. Und es störte den Gymnasiasten, dass eines dieser Bücher die Taten der berühmten Figuren deutlich zu harmlos darstellte. Denn die Wahrheit ist brutal und blutrünstig.

Erneuter Anlauf nach den Ferien

Mehrere Jahre lang recherchierte Jonathan Smith, nahm sogar Kontakt zu Experten in den USA auf. Zwei Anläufe, das gesammelte Wissen niederzuschreiben, scheiterten an Selbstzweifeln, wie Jonathan Smith einräumt. Doch nach den Sommerferien 2015 nahm er einen neuen Anlauf und schrieb das Buch innerhalb von drei Monaten. Ein Jahr später entschied sich der Klecks-Verlag, es zu veröffentlichen.

31 Quellenverweise befinden sich im Anhang des 260-seitigen Werks. 20 Kapitel widmen sich ebensovielen Revolverhelden, hinzu kommt ein Vorwort. Einer der Experten, auf die sich der Rodenberger stützte, ist Chuck Parsons, der nun überlegt, den Text ins Englische übertragen zu lassen.

Der Klecks-Verlag, der das Buch gedruckt hat, hat sich bereits erkundigt, ob Jonathan Smith nun gleich einen Nachfolger plant. Doch er zögert noch. Wenn, dann käme wohl nur ein zweites über den Wilden Westen infrage. Er interessiert sich zwar auch für Figuren wie Napoleon und Alexander den Großen, doch über die gibt es schon zu viele Bücher. Ohnehin bleibt das Schreiben sein Hobby. Als Berufswunsch kommt für Jonathan Smith Historiker zwar infrage, doch genauso könne er sich Zahnarzt vorstellen.

Das Buch „Revolverhelden“ ist im Buchhandel zu bekommen. Unter anderem in der Buchhandlung Borchers und in der Deisterbuchhandlung. gus

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