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Rodenberg Riesen-Ärger über illegale Müllentsorgung
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Riesen-Ärger über illegale Müllentsorgung
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00:24 29.03.2018
Illegales Müllabladen wie hier an einem Feldweg nach Feggendorf ist ein großes Problem in der Samtgemeinde. Quelle: gus
Samtgemeinde Rodenberg

Zuletzt hatte sich eine Rodenbergerin in einer Facebook-Gruppe unter anderem über Glasscherben in der Aue und prall gefüllte Plastiksäcke geärgert, die auch rund um den Rodenberger Sportplatz illegal entsorgt wurden. Diese Beschwerde sei jedoch bisher nicht zu ihr durchgedrungen, berichtete Ruppel. Dabei hätte die Samtgemeinde durchaus Möglichkeiten, in solch einem Fall gegen die Verschmutzung vorzugehen. „Innerorts rückt der Bauhof aus, außerorts wird der Landkreis informiert. Dann kümmert sich die AWS (Abfallwirtschaft Schaumburg) um das Problem“, sagte die Mitarbeiterin des Ordnungsamtes.

Die Verursacher könnten allerdings nur in den seltensten Fällen ausfindig gemacht werden. Insofern sei es auch nicht möglich, dem Abfallproblem gänzlich vorzubeugen. „Das wird es leider immer geben, dass Menschen ihren Müll so liegen lassen“, so Ruppel.

Gesellschaftlich akzeptierter Müll?

Auch ihr Kollege aus der inneren Verwaltung, Jörg Döpke, sieht wenig Chancen auf eine Verbesserung der Situation. Das Müllproblem falle auch ihm im Alltag ständig auf und reiche von weggeworfenen Zigarettenpackungen bis hin zu Sofas, die an Altglassammelplätzen abgeladen werden. Gerade jetzt, wo der Schnee weg ist, seien viele Verschmutzungen erst sichtbar. „Mir sind aber keine Anzeigen oder Ordnungswidrigkeiten bekannt“, sagt Döpke, der deshalb vermutet, dass die illegale Müllentsorgung inzwischen weitgehend gesellschaftlich akzeptiert sei.

Die Idee eines Aktionstages, den auch die Rodenbergerin in den sozialen Medien ins Spiel bringt und an dem etwa Schulen, Kindergärten und Vereine gemeinsam zu einem Frühjahrsputz ausrücken könnten, finden sowohl Ruppel als auch Döpke unterstützenswert. Die Verwaltung sträubt sich jedoch dagegen, selbst die Verantwortung zu übernehmen. „Wenn jemand auf uns zukommt und einen Container oder Müllbeutel braucht, würden wir aber natürlich helfen“, betont Döpke. Das sei auch in der Vergangenheit schon passiert. Zudem sei die Samtgemeinde bereit, die Kosten für Logistik und Entsorgung zu übernehmen. lht