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Rodenberg Riesige Wahlzettel passen kaum in die Kabine
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Riesige Wahlzettel passen kaum in die Kabine
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17:03 19.08.2011
Günther Wehrhahn und Auszubildende Meike Wolf gehen hinter den Wahlbögen für den Samtgemeinderat fast unter. © bab

Rodenberg (bab). „Gerade noch so“, reiche der Platz. Im Briefwahlbüro des Rathauses hat die Verwaltung sogar zusätzlich Sichtblenden an die Kabine angebracht, damit die Wähler dort unbeobachtet ihre drei Kreuze machen können.
Der Grund für den riesigen Bogen sei, dass es keine drei Wahlbereiche mehr gebe, sondern nur noch einen, weil das Land Niedersachsen die Bestimmungen entsprechend geändert hat.

Die Länge des Wahlzettels ist durch die Partei mit den meisten Kandidaten vorgegeben. Bei der Samtgemeinde Rodenberg sind das 34 Namen von Kandidaten mit Adressen und Berufsbezeichnungen, die hintereinander aufgelistet sind. Laut Vorgaben wäre es Parteien in der Samtgemeinde sogar möglich, maximal 37 Kandidaten für die Wahl zu nominieren.

Wehrhahn, der froh ist, Hilfe von der Auszubildenden Meike Wolf zu haben, denkt, dass es für viele der rund 13.000 Wahlberechtigten in der Samtgemeinde von Vorteil ist, sich für die Briefwahl zu entscheiden. Die Umschläge dafür fallen allerdings auch aus den üblichen Standards heraus.

Die 270 Ehrenamtlichen, die am Wahltag im Einsatz sind, müssen nicht nur darauf achten, dass die Wähler die riesigen Bögen richtig zusammenfalten, damit sie in den Urnen-Schlitz passen, sondern bei der Auszählung auch alles wieder auseinandersortieren. Um es wenigstens den Wählern etwas einfacher zu machen, informiert die Verwaltung über die Eckpunkte der Kommunalwahl.

Von 8 bis 18 Uhr sind die 27 Wahllokale am Sonntag, 11. September, geöffnet. Neu ist, dass in Reinsdorf im Feuerwehrhaus und in Apelern im Kindergarten gewählt wird. Auf den Wahlbenachrichtigungen, die jetzt zugestellt werden, ist am Rollstuhlsymbol zu erkennen, ob das Lokal barrierefrei zugänglich ist.

Gewählt werden Ortsräte, Samtgemeinderat und Kreistag. EU-Bürger ab 16 Jahre, die mindestens seit drei Monaten den Wohnsitz in dem Wahlgebiet haben, dürfen auf jedem Zettel drei Kreuze verteilen. Gültig sind auch Wahlzettel mit weniger Kreuzen. Wähler haben die Möglichkeit, ihre Stimmen einzelnen Kandidaten zukommen zu lassen, oder sich für die Gesamtliste der Partei, Wählergemeinschaft oder -initiative zu entscheiden.

Die Briefwahl kann auch per Internet beantragt werden. Außerdem gibt es im Rathaus ein Briefwahlbüro, das zu den Öffnungszeiten aufgesucht werden kann. Die Beantragung der Briefwahl ist bis Freitag, 9. September, möglich, in besonderen Fällen auch bis zum Wahltag. Die Stimmabgabe ist aber nur gültig, wenn der Wahlbrief bis 11. September 18 Uhr bei der Gemeindewahlleitung eingegangen ist.

Wer in dieser Woche keine Wahlbenachrichtigung bekommen hat, sollte sich im Rathaus nach den Gründen erkundigen, sagt Wehrhahn.