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Rodenberger Schützenfest? "Geile Nummer"

Proklamation und Party am Kracher-Montag Rodenberger Schützenfest? "Geile Nummer"

Mit einem fulminanten Abschluss ist am Montag ein weiteres denkwürdiges Schützenfest in Rodenberg zu Ende gegangen.

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Rodenberg. Oberst Michael Grädener brachte es auf den Punkt, als er in der Festrede zuerst einräumte, mit dem Begriff Tradition seine Probleme zu haben. Aber: „Wenn Tradition heißt, dass wir hier so eine geile Nummer abziehen, dann bin ich gern ein Teil davon“, rief er dem jubelnden Publikum zu.

Und er setzte noch eins oben drauf: „Wenn es das Rodenberger Schützenfest nicht schon gäbe, würden wir es noch heute genau so erfinden.“ Zuvor hatte sich Grädener bei den Organisatoren und den vielen Helfern des Festes, aber auch grundsätzlich bei den ehrenamtlich Tätigen in der Deisterstadt bedankt. Diese machten Rodenberg erst lebenswert. Auch die Politik bezog er ein. „Mit dem Rat ist es ein bisschen wie mit Jogi Löw und seinen Jungs. Jeder weiß, wie es besser geht“, scherzte der Oberst.

Doch die Politiker opferten auch ihre Freizeit für das Wohl der Stadt. Außerdem offenbarte Grädener eine Schwäche fürs zarte Geschlecht: Er dankte allen Frauen, die sich am Schützenfest beteiligen. „Ohne Euch wäre es nur halb so schön“, betonte er. Unter den Helfern hob Grädener den „unermüdlichen“ Frank Döpke hervor. „Seppel, Du hast wieder 100 Prozent gegeben“, lobte der Schützenoberst. Ein Zuschauer war der Meinung: „Mehr geht nicht!“ Darauf konterte Döpke gewohnt trocken: „Mehr geht immer.“

Ralf Sassmann dankt dem Komitee

Bürgermeister Ralf Sassmann hatte in seiner Rede dem Komitee für die gute Organisationsarbeit gedankt und ebenfalls die Ehefrauen berücksichtigt, die ihre Männer viele Stunden lang entbehren müssen. Er habe eine generationenübergreifende Zustimmung zum Schützenfest wahrgenommen. Die festlich geschmückte Stadt zeige die Verbundenheit der Bürger zu der Traditionsveranstaltung. Und zum Zeltgottesdienst seien diesmal auch in Rodenberg wohnende Flüchtlinge gekommen. „Das ist feine Integration“, so Sassmann.

Frühausteher

Dass die Mitglieder des Rodenberger Bürgerbataillons Frühaufsteher sind, haben sie am Montag wieder einmal bewiesen. Bereits in den frühen Morgenstunden zog ein Tross zum Wecken durch die Deisterstadt – und zwar mit Musik, denn auch die Schaumburger Musikanten sind keine Schlafmützen.

Der Service der Blaskapelle hatte zur Folge, dass um Punkt 9 Uhr das gesamte Bataillon – Jungschützen, Knüppelgarde und Bürgerschützen – geschniegelt und gestriegelt auf dem Amtsplatz zum Antreten stand. Schützenoberst Michael Grädener und Adjutant Christian Wolf begrüßten die Angetretenen, wie bereits am Sonntagnachmittag an selber Stelle, hoch zu Ross. Die ausgesprochen ordentliche Kleidung der „Untergebenen“ hatte sich zum Vortag ebenso wenig verändert wie die gute Laune im Tross.

„Ihr habt sicher alle gut geschlafen, der Bürgermeister hat ja gestern Nacht das Licht ausgeknipst“, sagte Grädener in Anspielung auf den Ausfall der Straßenbeleuchtung in der Nacht zum Montag. Die Ursache dafür war am Montag noch unbekannt.

Michael Grädener attestiert den Schützen Gesundheit

Außerdem attestierte der Oberst den Schützen eine bestens gepflegte Gesundheit: Nur 37 Bier am Tag decken den gesamten Vitamin-C-Bedarf eines durchschnittlichen Menschen – dies hätten Wissenschaftler herausgefunden. Insofern seien die Schützen gut ernährt. Dass die vergangenen Nächte nicht ganz spurlos an ihnen vorübergegangen sind, belegten allerdings die zahlreichen Sonnenbrillen im Bataillon, die angesichts des bewölkten Himmels nicht zwingend erforderlich gewesen wären.

Vom Amtsplatz aus machte sich der Tross samt Kapelle und Kutsche auf, um Bürgermeister Ralf Sassmann abzuholen. Anschließend ging es zurück zum Schloss, wo der 2015er Schützenkönig, Heiko Katurbe, abgeholt wurde. Da dies nun bereits zum zweiten Mal in Folge so organisiert wurde, wies Grädener noch einmal ausdrücklich darauf hin, dass der Schützenkönig weiterhin das Recht hat, sich zu Hause abholen zu lassen. Vom Schloss aus tourte das Schützenbataillon dann wieder zum Festplatz.

gus

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