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Rodenberger bewundern Schauspiel am Himmel

Wanderer auf der Sonne Rodenberger bewundern Schauspiel am Himmel

Der Blick durch das Teleskop gen Himmel hat am Montag ein seltenes Schauspiel offenbart: Der Merkur wanderte als kleiner schwarzer Punkt über die Sonne. Dank der Sternenfreunde um Joachim Stürck konnten sich rund 70 Menschen in Rodenberg einen Eindruck von dem kosmischen Ereignis verschaffen.

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Wie Ilka Franke schauen zahlreiche weitere Rodenberger auf dem Amtsplatz in die Röhre.

Quelle: geb

Rodenberg. Bis zu 427 Grad Celsius wird es auf der Oberfläche des sonnennächsten Planeten heiß. Bei vergleichsweise angenehmen 24 Grad am frühen Abend standen fünf Teleskope für alle neugierigen Zuschauer auf dem Amtsplatz bereit.

Der Merkur hat die eineinhalbfache Größe des Erd-Mondes und ist in der Morgen- und Abenddämmerung manchmal als schwacher orangefarbener Punkt mit bloßem Auge sichtbar. Den Transit durften die Beobachter aber keinesfalls mit bloßem Auge verfolgen. Ungeschützter Blick in dieSonne extrem schädlich

Der ungeschützte Blick in die Sonne ist extrem schädlich für die Augen. Durch die präparierten Teleskope wirkte der Planet verglichen mit den gut sichtbaren Sonnenflecken wie ein Winzling. Sebastian Wilk machte das Bild per Projektion auf einer Leinwand aber deutlicher erkennbar.

Die aufregendste Perspektive bot das H-Alpha-Teleskop von Heiko Helle. Das Gerät zeigt die Sonne nicht nur als grelle Scheibe, sondern als Feuerball mit strukturierter Oberfläche.

Der bis dahin jüngste Merkur-Transit ereignete sich vor zehn Jahren, den nächsten erleben die Menschen schon wieder im November in drei Jahren. Auf seiner Umlaufbahn nähert sich der Planet bis auf 80 Millionen Kilometer der Erde. Astronomen haben übrigens errechnet, dass zukünftig beide Planeten bei einer Wahrscheinlichkeit von einem Prozent kollidieren könnten. Die gute Nachricht: 3,5 Milliarden Jahre dürften der Erde bis zu diesem unwahrscheinlichen Crash allerdings noch bleiben.

Der französische Naturwissenschaftler Pierre Gassendi beobachtete 1631 den Merkur-Transit als Erster. Hierzulande erschließt Joachim Stürck die Geheimnisse des Kosmos seit drei Jahren allen Interessierten und veranstaltet den jährlichen Astronomie-Tag in Rodenberg.

Für den Sommer plant er die Beobachtung der Perseiden an der alten Windmühle. Der auch als Laurentiustränen bekannte Meteoritenstrom wird laut Stürck am Nachthimmel des 12. August mit bloßem Auge zu sehen sein. geb

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