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Rodenbergs Klärteiche sind ein Vogelparadies

Rodenberg / Nabu Rodenbergs Klärteiche sind ein Vogelparadies

Die Aufbereitung von Abwasser aus den Haushalten und Betrieben in der Samtgemeinde Rodenberg hat nicht nur aus hygienischen Gründen einen hohen Stellenwert. Die Klärteiche und ihre direkte Umgebung sind ein wichtiger Zufluchtsort für Vögel. Selbst bei den Experten des Naturschutzbunds (Nabu) Rodenberg sorgte dies jetzt für Verblüffung.

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Wasseridyll am Rand der Kläranlage: Hier hat der Naturschutzbund ein Drittel aller in Niedersachsen bekannten Brutvogelarten registriert.

Quelle: nah

Rodenberg (nah). Bei der Auswertung der in den vergangenen drei Jahren protokollierten Vogelbeobachtungen ergab sich, dass fast ein Drittel aller niedersächsischen Brutvogelarten sich dort wohlfühlen.

63 der insgesamt 212 Vorkommen haben Vorsitzender Gerhard Hurek und sein Helfer Marc Jameson registriert. „Von A wie Amsel bis Z wie Zwergtaucher ist alles dabei“, freute sich der ehemalige Lehrer, der vor Jahren mit Schülern einen Beobachtungsstand auf dem Gelände errichtet hatte. Von dort aus konnten die Erkundigungen erfolgen, ohne die Tiere zu beunruhigen.

Hurek weiter: „Die Ergebnisse zeigen einmal mehr, wie wertvoll dieser einzigartige und bisher durch geringe Störungen wenig beeinträchtigte Nahrungs- und Brutbiotop für die heimische Vogelwelt ist.“ Bis auf einige Regenrückhaltebecken sowie die beiden Angelteiche in Messenkamp und Pohle seien die Klärteiche die einzigen größeren stehenden Gewässer in der Samtgemeinde Rodenberg.

Der Vorsitzende hob besonders hervor, dass auch etliche in der „Roten Liste“ geführten Arten, die als bedroht gelten, beobachtet wurden. Dazu zählten Eisvogel, Krickente, Kuckuck, Rauchschwalbe und Zwergtaucher, die stark gefährdeten Arten Kiebitz, Rotmilan und Schwarzstorch sowie die sogar vom Erlöschen ihrer Art bedrohten Flussuferläufer und Löffelente.

Sorge bereiten Hurek in diesem Zusammenhang die Pläne der Straßenbauverwaltung, in direkter Nähe zum Klärwerksgelände einen neuen Autobahnparkplatz anzulegen. Wenn dieser tatsächlich kommen würde, sei es mit der Vielfalt der gefiederten Gäste wohl vorbei, fürchtet er. Die zwangsläufige Unruhe, die von dieser bislang landwirtschaftlich genutzten Fläche dann ausgehe, bleibe nicht ohne Folgen. Dies gelte besonders für die in ihrem Bestand besonders gefährdeten Arten.

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