Rodenberg (gus). Feuerwehr und Polizei nahmen den Schaden in Augenschein und benachrichtigten gegen 5 Uhr den Wasserverband Nordschaumburg – klarer Fall: Wasserrohrbruch. Dort waren zur selben Zeit mehrere solcher Schäden gemeldet worden, wie Ingenieur Andreas Gerber auf Anfrage dieser Zeitung erklärte. Betroffen sei das gesamte Verbandsgebiet.
An der Masch mussten die Mitarbeiter des Wasserverbands zunächst eine behelfsmäßige Sperrung einrichten. Der Versuch, die Eisschicht mit dem im Serviceauto vorhandenen Streusalz aufzutauen, scheiterte angesichts der Fläche: Auf etwa 150 Metern hatte sich Wasser auf die Fahrbahn ergossen und war dort bei Temperaturen um minus 15 Grad Celsius gefroren.
Ein Streufahrzeug rückte um kurz nach 8 Uhr an und verteilte mehrfach Salz auf Fahrbahn und Bürgersteig, sodass die Unfallgefahr gebannt war. Anschließend sperrten Bauhofmitarbeiter die Straße mit Baken ab. Laut Gerber ist diese Form der Glatteisbildung nach Rohrbrüchen eher selten. Der Wasserverband hatte keine andere Wahl, als die Straße zu sperren.
Die Reparatur verzögerte sich, weil das vom Wasserverband beauftragte Tiefbauunternehmen bereits andernorts im Einsatz war. Doch Gerber hatte am Morgen keinen Zweifel, dass der Schaden an der Masch noch am Dienstag behoben würde. Allerdings dauere das Instandsetzen geborstener Wasserleitungen bei Frost länger. „Im Sommer dauert das vielleicht drei Stunden, jetzt eher fünf oder sechs Stunden“, schätzte der Ingenieur.
Eine Prognose, ob die Zahl der Rohrbrüche in den kommenden Tagen und Nächten noch zunehmen oder eher abnehmen wird, wollte Gerber nicht wagen. In der Nacht zum Dienstag hätten sich die Rohrbrüche gehäuft, vereinzelte Schäden habe es aber bereits zuvor gegeben.
Das Problem sei, dass der Frost bereits recht weit in den Boden gedrungen ist. Wie sich dies weiterentwickelt, sei schwer vorauszusagen. Zwar soll es in den kommenden Tagen etwas weniger kalt werden. Eine Entwarnung wollte Gerber aber nicht aussprechen.
Bis kurz nach 15 Uhr mussten die Anwohner der Masch ohne Frischwasser auskommen. Die dort angesiedelte Bäckerei ließ ihre Mitarbeiter in den Morgenstunden Wasser zum Backen anliefern.
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