Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Rutsche weiter umstritten

Kostenloses WLAN Rutsche weiter umstritten

Darüber, dass die beiden Freibäder der Samtgemeinde Rodenberg attraktiver gemacht werden sollen, sind sich die hiesigen Politiker einig. Über das Wie wurde jedoch im zuständigen Fachausschuss kontrovers diskutiert.

Voriger Artikel
Torsten Meyer löst Matthias Herfurt ab
Nächster Artikel
Neuer Anlauf für günstige Kleider
Quelle: pr

Rodenberg/Lauenau. Per Sofortmaßnahme sollen zumindest freies WLAN in beiden Orten und zusätzliche Fahrradstände in Lauenau installiert werden.
Eigentlich hatte Verwaltungschef Georg Hudalla etwas gegen Einzelmaßnahmen, da eigentlich ein Konzept zur Attraktivitätssteigerung erstellt werden soll. Das wäre wie „das Pferd von hinten aufzäumen“, sagte er. Als Beispiel nannte Hudalla den Sanitärbereich in Rodenberg: Wenn gleichzeitig über einen ebenerdigen Zugang diskutiert wird, sei fraglich, ob die Toiletten und Duschen bleiben, wo sie jetzt sind. Die Verwaltung wolle das Thema einem Fachplaner übertragen. „Freibadplanung ist nicht unser Spezialgebiet, das kommt einfach zu selten vor“, so Hudalla.
Daniela Kastning (WGSR) schlug eine Bürgerbeteiligung vor, um zu hören, was sich die Freibadbesucher selbst wünschen. Erhard Steege (CDU) kritisierte eine Aussage Hudallas in dieser Zeitung, wonach die gewünschten Rutschen womöglich überflüssig sind. „Das entscheidet der Samtgemeinderat und nicht der Samtgemeindebürgermeister. Das muss ich hier mal klar sagen“, schimpfte Steege.
Uwe Märtens (SPD) äußerte aber auch Skepsis hinsichtlich der Rutscheninstallationen. Die Samtgemeinde leiste sich bereits mehr als andere, weil sie zwei Freibäder unterhalte. Und weitere Rutschen bedeuteten auch zusätzlichen Wartungsaufwand. Und billig sind sie ohnehin nicht. Verwaltungsmitarbeiterin Frauke Blings nannte als Preis für eine fünf Meter hohe Rutsche 130 000 Euro. Eine Röhre wie im Tropicana in Stadthagen schlüge mit 500 000 Euro zu Buche.

Pflichtaufgaben erledigen

Wilfried Mundt (SPD) sprach sich dafür aus, dass sich die Samtgemeinde zunächst um die Pflichtaufgaben kümmert. Und das seien der ebenerdige Eingangsbereich in Rodenberg und die Erneuerung der Sanitärbereiche. Alles andere könne der Fachmann planen. Dessen Konzept soll zu 55 Prozent mit Geld aus dem Leader-Förderprogramm bezuschusst werden – es würde 13 700 Euro kosten.
Blings zufolge ist dem Planer eine Liste mit den ärgsten „Knackpunkten“ übermittelt worden. Ob Zuschüsse in solcher Höhe auch für die Einzelmaßnahmen – beispielsweise die Rutschen – fließen werden, ist laut Blings offen. Der Fachausschuss votierte dafür, unabhängig davon, das freie WLAN und zusätzliche Fahrradstellplätze zu schaffen.
An Investitionen sieht der Haushaltsplan 2017 für das Rodenberger Freibad rund 280 000 Euro vor. Darunter befinden sich 200 000 Euro für „Sport- und Freizeitanlagen“, sprich: für den Rutschenbau. Für Lauenau sind Investitionen in Höhe von 85 000 Euro vorgesehen, die – ebenso wie die übrigen circa 80 000 Euro für Rodenberg – in die Technik und in bauliche Anlagen fließen. gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg