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Rodenberg SPD: Austritt in Rodenberg, Krise in Lauenau
Schaumburg Rodenberg Rodenberg SPD: Austritt in Rodenberg, Krise in Lauenau
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00:17 12.03.2016
Birgit Kramp
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Rodenberg/Lauenau

Hintergrund für Kramps Entscheidung, wie sie auf Anfrage dieser Zeitung berichtete, sind aber keine internen Probleme. Vielmehr habe sie für sich erkannt, dass Politik im Allgemeinen, vor allem die überregionalen politischen Prozesse, nicht ihre Welt seien. Im Speziellen bezog sie sich dabei auf das Asylpaket II, das die Große Koalition – wenn auch mit vielen Gegenstimmen aus der SPD – Ende Februar verabschiedet hat, welches das Asylrecht noch einmal weiter verschärft.

Nicht jeder Kompromiss tragbar

 Sie wisse, so Kramp, dass man in der Politik Kompromisse machen müsse, aber für solche Vorgänge und Entscheidungen wolle sie nicht mit ihrem Namen stehen. Deshalb sei sie aus der Partei ausgetreten, auch wenn sie die Arbeit ihres Ortsvereins sehr schätze. „Die Kräfte hier vor Ort sind sehr engagiert“, lobte sie. Darüber hinaus wolle sie selbstverständlich weiterhin gesellschaftlich aktiv bleiben, beispielsweise möchte sie sich auch in Zukunft für die Initiative gegen Rechtsextremismus „Bad Nenndorf ist bunt“ einsetzen.

"Gravierende Differenzen"

 Japes nannte im Gespräch mit dieser Zeitung „gravierende Differenzen“ innerhalb des Ortsvereins als Gründe für seine Entscheidung. Wenn sich an der aktuellen Situation nichts ändere, werde er auch einen Austritt aus dem Ortsverein in Betracht ziehen, wie er auf Nachfrage erklärte. Als ein Beispiel für die Probleme nannte er den Umgang mit einem „Hassbrief“, den er wegen der Flüchtlingspolitik der SPD aus dem rechten Lager erhalten hatte. Die „mangelnde Unterstützung“ vonseiten des Vereins und das Herunterspielen des Ganzen hätten ihn mehr als enttäuscht.

 Darüber hinaus muss die SPD Lauenau bei ihrer Versammlung noch einen neuen stellvertretenden Vorsitzenden ermitteln. Mit einem Parteiaustritt hat das allerdings nichts zu tun, betonte Christiane Kowalkowski, die dieses Amt bislang ausgefüllt hat. Sie bleibe der Partei aktiv erhalten, nur auf die Vorstandsarbeit wolle sie nach der langen Zeit allmählich verzichten.

kle

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