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Rodenberg Scheibennageln bei Schützenkönig
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Scheibennageln bei Schützenkönig
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00:16 19.07.2017
Trotz Regens sichtbar gut gelaunt: Schützenkönig Heinrich Iglseder und seine Frau Christina. Quelle: göt
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Rodenberg

Doch von vorne. Pünktlich zum Scheibennageln setzte in Rodenberg der Regen ein. Zum Glück ist man in Niedersachsen sturmfest, spielte Schützenoberst Michael Grädener – der von der Leiter aus zum Königspaar und den zahlreichen Gästen im Fasanenkamp sprach – auf das Niedersachsen-Lied an. Er freute sich besonders, einem „weit gereisten“ Bewohner der Deisterstadt die Scheibe an die Hauswand nageln zu können. Und diese Scheibe wurde von Iglseder, der gebürtig aus Österreich kommt, lange herbei gesehnt: „Endlich geschafft“, freute er sich mit Blick auf die geschmückte Hauswand und über sein ruhiges Händchen beim entscheidenden Schuss am vergangenen Montag. „Doch der größte Volltreffer war, dass ich hier nach Rodenberg gegangen bin“, so der König. „Die Rodenberger haben ein großes Herz.“

Fröhliche und ausgelassene Feier

Doch damit nicht genug der warmen Worte. Die Deisterstadt sei sogar Weltmeister: „In welcher hohen Dichte liebenswerte Menschen hier leben und zusammen feiern“, das sei einmalig. Wenn die Rodenberger ihren Schützenkönig demokratisch wählen würden, hätte sich Iglseder mit dieser warmherzigen Rede sicher genauso für die Krone qualifiziert wie durch den guten Schuss.
Fröhlich und ausgelassen nahm die Feier daraufhin Fahrt auf. „Was mir gut gefällt ist, dass hier alle Hand in Hand arbeiten“, freute sich Christina Iglseder und bedankte sich besonders herzlich bei den Jungschützen, die sich um die Versorgung mit Getränken kümmerten. Während alle anderen noch aßen, versuchte sich die dreijährige Enkelin der Iglseders, begeistert von den Schaumburger Musikanten, schon einmal als Erste auf der Tanzfläche. Von der Stimmung mitreißen ließ sich auch Pfarrer Michael Lerche. Nachdem die Kapelle Feierabend gemacht hatte, übernahm er spontan die musikalische Untermalung der Feier und trumpfte an der Klarinette mit Liedern wie „What a beautiful World“ und „How deep is your Love“ auf. Spätestens da hielt es niemanden mehr auf den Sitzplätzen. Erst in den frühen Morgenstunden klang die Feier allmählich aus. Der Komitee-Älteste Frank Döpke hatte nicht zu viel versprochen, als er im Vorfeld von einem „zweiten Schützenfest im Garten“ sprach. göt

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