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Rodenberg Schulhof auf der Wartebank
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Schulhof auf der Wartebank
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00:16 25.03.2016
Die Bauminsel in der Mitte des Schulhofs soll zum Zentrum der Umgestaltung werden. Zunächst stehen aber die Treppenhausfassaden auf der Liste des Landkreises. Quelle: kle
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Die Gründe: Zum einen ist die Erneuerung der Treppenhausfassade noch weit dringlicher und wird den Etat bereits in Gänze schlucken. Zum anderen sind nach Aussage von Kreisbauamtsleiter Fritz Klebe im vorgelegten Konzept der beiden Schulen noch einige Fragen offen, die erst noch geklärt werden müssen.

Uwe-Jens Eberhardt, Rektor der Grundschule, und Andreas Oelke, Leiter der Förderschule, sind sich einig, dass auf dem weiten Hinterhof – zum großen Teil eine marode Asphaltfläche – etwas passieren muss. Aus diesem Grund haben sie dem Landkreis ein Konzept zur möglichen Umgestaltung vorgelegt (wir berichteten). Darin ist unter anderem vorgesehen, einen Teil der Asphaltfläche aufzubrechen und dort unterschiedliche Bewegungsangebote zu schaffen – beispielsweise eine kleine Hügellandschaft mit natürlichen Bestandteilen wie Sandsteinen und Baumstämmen. Hochbeete, Hecken und Ruheecken als Rückzugsmöglichkeit für ältere Jugendliche der Förderschule gehören ebenfalls dazu.

Eine wichtige Frage, die das Konzept aber nicht berücksichtigt, ist die nach dem Entwässerungssystem, wie Klebe erklärte. Denn der Schulhof hat schon einige Jahre auf dem Buckel, was ebenso für die Kanäle darunter gilt. Auch die Gullys liegen bei so alten Höfen oft nicht an der richtigen Stelle, sodass sich bei Regen vielerorts das Wasser sammelt. Damit nicht nach der Komplettsanierung des Hofes die Bagger gleich noch einmal anrücken müssen, sei es sinnvoll, das Abwassersystem vorher zu überprüfen und dessen Sanierung in die Gesamtmaßnahme einzubeziehen.

Dass es nun doch noch nicht direkt losgehen kann, sorgte bei den Schulleitern natürlich für Enttäuschung. Jedoch hatten sie Verständnis dafür, dass es Punkte gibt, die noch einmal dringender sind als der Schulhof – eben wie die in die Jahre gekommene Fassade. Die Fenster dort sind mittlerweile schon undicht, weiß Oelke, und zwischen dem Doppelglas sammle sich das Kondenswasser.

Eine Untersuchung der Wasserleitungen und des Untergrunds durch das Ingenieurbüro Kirchner sei inzwischen beauftragt, so Klebe. Das Ergebnis werde helfen, die Kosten für das Projekt realistisch einzuschätzen. Danach werde sich der Kreis noch einmal mit den Schulen zusammensetzen und klären, was dort machbar ist. Um das Projekt für den Haushalt 2017 anzumelden, müsste es im September spruchreif sein. Oelke wie Eberhardt hoffen nun, dass es trotz der fehlenden Haushaltsmittel zumindest in ersten kleinen Teilschritten bald losgehen kann. kle

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