Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Schwierige Diskussion über Freibad-Planung

Rodenberg/Lauenau Schwierige Diskussion über Freibad-Planung

Die Freibadsaison steht vor dem Ende, die Diskussion um die beiden Badeanstalten in der Samtgemeinde Rodenberg geht aber weiter. Der zuständige Fachausschuss hat eine intensive Debatte über die reichlich vorhandenen Verbesserungsmöglichkeiten geführt. Nun soll ein Freibad-Konzept erarbeitet werden.

Voriger Artikel
Abordnungen helfen der Grundschule
Nächster Artikel
Keine Selbstverständlichkeit

Zwar schwebt hier nur morgendlicher Herbstnebel über dem Wasser – doch dass die Freibäder der Samtgemeinde ihren Frühling lange hinter sich haben, gilt als Konsens. Ebenso, dass in Rodenberg ein Eingang an der Straße Am Sportplatz hergestellt werden soll.

Quelle: gus

Im Vorfeld ihrer Sitzung hatten sich die Ausschussmitglieder beide Freibäder angeschaut. Die dabei gewonnen Erkenntnisse sollen in das noch zu erarbeitende Freibad-Konzept einfließen. Für das Vorhaben ist ein Förderbescheid eingegangen, wonach grundsätzlich Geld aus dem Leader-Projekt nach Rodenberg fließen kann. Aber das Konzept muss erst einmal fertiggestellt werden.

 Die maximal zu fördernde Summe beträgt 13.500 Euro, davon würden 55 Prozent mit Fördergeld gedeckt. Für jeden Euro, der darüber liegt, bekommt die Samtgemeinde keinen Cent an Zuschüssen. Allerdings sind später auch konkrete Verbesserungsmaßnahmen förderfähig – und dann auch mit höheren Summen.

Schleppender Fortgang

 Erhard Steege (CDU) kritisierte, dass bislang noch kein Planungsbüro mit den Arbeiten am Konzept beauftragt worden ist. Für 2018 werde es nun eng mit der Umsetzung von Inhalten des Freibad-Konzepts. Döpke begründete den schleppenden Fortgang mit den Fristen des Förderprogramms. Wollte die Samtgemeinde schneller sein, müsste sie auf Fördergeld verzichten.

„Wir haben sehr viele Dinge gesehen, die reparaturbedürftig sind“, sagte Marlies Berndt-Büschen (FDP). Das neue Konzept werde sich wohl aber auf Neuerungen beschränken, weshalb die Renovierungen nicht berücksichtigt würden. Döpke gab ihr Recht: Reine Bauunterhaltung werde nicht mit Leader-Geld unterstützt.

 Ein wichtiges Ziel der Samtgemeinde ist es, einen ebenerdigen Zugang zum Rodenberger Freibad zu schaffen. Dazu wurde bereits ein Gebäude jenseits des Zauns abgerissen, sodass der Eingang fortan an der Straße Am Sportplatz liegen wird.

Weiterer Sanierungsbedarf

Weiterer Sanierungsbedarf betrifft technische Einrichtungen und Sanitäranlagen, was folglich für das Freibad-Konzept geringere Bedeutung hat. Auch an den Dächern muss etwas getan werden. Steege forderte einen baldigen Neubau anstelle einer Reparatur des Holzgebäudes in Lauenau. Ähnlich äußerte sich Elisabeth Rautenberg-Röver (Grüne).

 Hans-Dieter Brand (SPD) wünschte sich Kostenansätze für die nötigen Arbeiten und deren Priorisierung. Wilfried Mundt (SPD) sagte, ihm würde eine Prioritätenliste auch ohne Kosteneinschätzungen genügen. Nicole Wehner (WGSR) plädierte dafür, förderfähige Projekte nach hinten zu schieben, damit sie mit Leader-Geld bezuschusst werden können. Döpke erwiderte, dass es schwierig sein dürfte, jetzt zu beurteilen, wofür es Fördergeld gibt und wofür nicht. Matthias Schellhaus (Grüne) erinnerte daran, dass einige Instandsetzungen ohnehin schnell umgesetzt werden müssen. „Sonst werde ich böse“, scherzte er. Der nicht öffentliche Samtgemeindeausschuss soll nun zusehen, alsbald einen Auftrag für das Konzept zu erteilen. Mitglieder der Interessengemeinschaft Rodenberger Freibad äußerten eigene Verbesserungswünsche. Vorsitzender Udo Meyer ermutigte die Gruppe, ihre Anregungen im Rathaus einzureichen.

Andrang nur Mittelmaß

Die Badesaison soll in Lauenau am 23. September nach fast exakt vier Monaten enden. Wegen Problemen an der Filteranlage war dort etwas verzögert „angeschwommen“ worden. In Rodenberg, wo der Start nach Plan erfolgte, ist am 8. September Schluss.

 Bis Ende August waren 20000 Besucher in Lauenau gezählt worden, in Rodenberg waren es 15.000. „Da hatten wir schon bessere Saisons“, konstatierte Verwaltungsmitarbeiter Jörg Döpke. Am besten Tag seien in Lauenau 1000 Badegäste im Wasser gewesen. Der Tagesspitzenwert in Rodenberg betrug 700 Schwimmer. „Das sind die Tage, die wir brauchen, um hier am Ende entsprechende Zahlen zu haben“, so Döpke.

 Die Einnahmen aus dem Kartenverkauf betrugen in Lauenau gut 24.000 Euro, in Rodenberg mehr als 17.000 Euro. Daran werde sich nicht mehr viel ändern, weil der Dauerkarten- und Zehnerkartenverkauf bereits durch sei.

 Zwei neue Schwimmmeister sind während der Saison zum Team dazugestoßen, weil zwei Stammkräfte passen mussten. Beide Neulinge hätten sich gut eingearbeitet. Eine der Neuen habe zuvor im Tropicana Stadthagen gearbeitet, wie die hiesige Betriebsleiterin Michaela Ebert mitteilte. Für beide Bäder verfügt die Samtgemeinde über insgesamt vier Schwimmmeister. Einen der jetzt eingestellten Mitarbeiter werde die Samtgemeinde wohl auch für die Zukunft übernehmen. gus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg