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Rodenberg Selbstbehauptungstraining in Kita
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Selbstbehauptungstraining in Kita
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18:16 04.05.2015
Rodenberg (gus)

Selbstbehauptungstrainerin Cordula Volkening vom Institut für Gewaltprävention, Selbstbehauptung und Konflikttraining (I-GSK) sagte klipp und klar: Wenn die Eltern zuhause „ab ins Bett“ sagen, ist ein Nein keine Option. Dasselbe gilt, wenn Erzieherinnen in der Kita um Ruhe bitten. Wenn aber ein Fremder die Kinder „komisch anfasst“, haben sie jedes Recht der Welt, sich dies zu verbitten.
Und dasselbe gilt, wenn ein Bekannter oder Verwandter mit einem Kind etwas tut, dass es so nicht möchte. Um sich vor solchen Situationen zu schützen, hatte Volkening Regeln parat. Mit Fremden dürfen Kinder nie mitgehen. Und auch in ein Auto eines Bekannten dürfen sie nie einsteigen, wenn sie nicht vorher ihren Eltern Bescheid gegeben haben – nicht einmal, wenn ein Cabrio mit 176 PS und Sitzheizung lockt.
Außerdem impfte die Trainerin den Jungen und Mädchen ein, dass sie selbstbewusst auftreten sollen: Keine hängenden Schultern, laute und deutliche Artikulation sowie Augenkontakt beim Sprechen. Um den Kinder zu zeigen, dass sie alles andere als Schwächlinge sind, verdeutlichte Volkening ihnen ihre Stärken. Tom war beispielsweise überzeugt, dass er gut kratzen kann. Aber genauso gerne kuschelt er. „Würdest Du auch gern mit mir kuscheln?“, testete Volkening. „Neee“, kam es von Tom zurück. Und damit zeigte er, dass er sich traut, „Nein“ zu sagen.
Mit dem neuen Selbstbewusstsein werden die Kinder im Sommer in die Schule „entlassen“. Finanziert wird das Training von den Fördervereinen der Kitas