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Sorgfältig abwägen

Ratsfraktionen äußern sich besorgt wegen Aldi Sorgfältig abwägen

Tief besorgt betrachten die Fraktionen im Rodenberger Rat die Situation um Aldi. Der Idee von Bürgermeister Ralf Sassmann und Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla, einen Stadtplaner für die Suche nach einem alternativen Discounter-Standort einzusetzen, stehen die Parteien geteilt gegenüber.

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Wohin geht die Reise, wenn Aldi geht? Einfach wird es nicht, glauben die Politiker.

Quelle: gus

Rodenberg. „Wer über die Situation nicht besorgt ist, ist gleichgültig“, meint Erhard Steege (CDU). Er sei sogar überaus bestürzt. Angebahnt habe sich dieses Ergebnis allerdings schon seit Langem, als die Grundstücksgespräche allesamt im Sande verlaufen waren. Was Steege in diesem Zusammenhang „erbost“, ist, dass man nicht schon viel früher Nägel mit Köpfen gemacht habe. „Ich war einer der Ersten, der schon Mitte letzten Jahres darauf beharrt hat, dass diese Sache vorangetrieben wird. Ich wollte so früh wie möglich Klarheit haben.“ Man hätte mehr Druck ausüben und eine klare Antwort von den betreffenden Parteien einfordern müssen. „Dann hätten wir nach Alternativen suchen können, bevor die Kündigung auf dem Tisch liegt.“

 Der Vorstoß mit dem Stadtplaner will Steege nicht so recht gefallen – zumindest nicht, sollte dieser nur für die Suche nach einem neuen Discounter-Standort eingesetzt werden. „Da sehe ich auch noch andere Möglichkeiten, die nicht dazu führen, dass man viel Geld für eine einzelne Person ausgeben muss.“ Auch SPD-Sprecher Uwe Märtens äußerte sich zurückhaltend. Grundsätzlich befürworte er den Einsatz eines Stadtplaners, aber nicht ins Blaue hinein. „Erst sollten wir wissen, welche Grundstücke überhaupt infrage kommen.“

 Die Lösung liege immerhin nicht darin, einfach nur eine Stelle zu finden, die groß genug wäre für die heutigen Ansprüche der Discounter. Es gelte außerdem, abzuwägen: Wo und wie ließe sich eine so große Halle mit dem Stadtbild in Einklang bringen – falls überhaupt möglich? Welche Investitionen wären nötig, um diesen Platz „discounter-tauglich“ zu machen? Wären bestehende Mieter oder Anwohner betroffen? Auch das Thema Hochwasserschutz müsse berücksichtigt werden. „Es kann nicht sein, dass wir ausnahmslos alles möglich machen“, lautet deshalb sein Fazit. „Aber Verwaltung und Politik sind weiterhin mit großem Engagement dran, eine Lösung zu finden.“

 Einen Drogisten am bisherigen Aldi-Standort würde Marlies Berndt-Büschen (FDP) als „Bereicherung“ betrachten, nicht aber als eine Alternative zu Aldi. Für sie gehört ein Discounter in die Rodenberger Innenstadt, schon weil dieser Kunden anziehe, die im gleichen Zuge noch andere Einkäufe in der Innenstadt erledigten. Einen Stadtplaner hält sie für eine gute Idee. „Wir diskutieren über das Thema im Rat schon sehr lange, aber zu einer ausgewogenen Planung braucht es einfach einen Profi.“ kle

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Kein Stadtplaner vorgesehen

Die Forderung nach einem ganzheitlichen Entwicklungskonzept für die Stadt Rodenberg haben die Politiker bei ihrer jüngsten nicht öffentlichen Ratssitzung noch einmal bekräftigt, berichtete Stadtdirektor Georg Hudalla auf Anfrage. Bereits während des öffentlichen Sitzungsteils hatten CDU und SPD diesen Standpunkt betont.

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