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St. Annen: Laster sollen draußen bleiben

Rodenberg St. Annen: Laster sollen draußen bleiben

Reichlich Gesprächsbedarf hat bei den Besuchern der jüngsten Rodenberger Bauausschusssitzung in Bezug auf die Sanierung von St. Annen geherrscht – allerdings weniger wegen des Ausbaus, sondern vielmehr wegen der Autos, die die Straße befahren.

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Die Straße St. Annen wird demnächst saniert. Auch der Verkehr soll dort nach Wunsch des Ausschusses etwas langsamer rollen.

Quelle: kle

Rodenberg. Der Ausschuss folgte dem Wunsch einiger Anwohner und erteilte der Verwaltung den Auftrag, die Möglichkeiten für verkehrsberuhigende Maßnahmen zu prüfen.

Unter anderem soll der Gehweg hergerichtet werden und die typische rote Pflasterung erhalten. Die Einfahrten werden optisch in Grau abgesetzt. Zudem soll der Straßenbelag erneuert werden. Vorgesehen ist der ursprünglichen Planung nach Bitumen. Auch eine Pflasterung käme infrage, allerdings wäre Bitumen für große Fahrzeuge sinnvoller, immerhin dient St. Annen als Zufahrtsstraße zum Gewerbegebiet, wie Bauamtsleiter Jörg Döpke erklärte. Unter anderem dieser Punkt sorgte in der folgenden Diskussion für einige Reibungspunkte.

Ausschussvorsitzender Carlo De Rooij brachte als Erstes den Vorschlag ein, in St. Annen eine Verkehrsberuhigung in Betracht zu ziehen. Döpke wandte ein, dass es sich nur um ein sehr kurzes Straßenstück handle, wo man wirklich schon sehr bewusst beschleunigen müsse, um überhaupt über das Ortsniveau von 50 Stundenkilometer zu kommen. Ein Anwohner widersprach vehement: Wer von der Suntalstraße aus links nach St. Annen einbiegt, könne schon ziemlichen Anlauf nehmen.

Das Problem bei Maßnahmen wie Engstellen sei allerdings, erklärte Döpke, dass die Straße dann an der schmalsten Stelle immer noch breit genug sein muss, dass das größte dort zugelassene Fahrzeug noch hindurchkommt. Wer es also wirklich drauf anlege, könne als Autofahrer dort also immer noch rasen. Es folgte ein Einwand desselben Anwohners, warum dort überhaupt Laster fahren müssten und ob man die Straße nicht in einen verkehrsberuhigten Bereich umwandeln könnte.

Traditionell seien St. Annen und Seefeld als Zufahrtsstraßen zum Gewerbegebiet angelegt worden, sagte Döpke. Alle müssten sich darüber im Klaren sein, dass Straßen immer auch eine Funktion erfüllen. Ziel der Sanierung von St. Annen sollte es in seinen Augen nicht sein, den Verkehr von dort auf andere Straßen zu verlagern. Deren Anwohner würden sich „bedanken“, warnte Döpke.

Im Ausschuss fanden die Vorschläge der Anwohner allerdings ein vornehmlich positives Echo. Zumindest erging der einstimmige Beschluss, dass die Verwaltung die Möglichkeiten verkehrsberuhigender Maßnahmen wie Schilder, Bremshügel und Einbuchtungen in die Planungen einbeziehen soll. kle

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