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St. Annen aus dem Rennen

Straße wird nicht mehr in 2016 saniert St. Annen aus dem Rennen

Die Straße St. Annen muss wieder in die Warteschleife: Im Verwaltungsausschuss (VA) der Stadt Rodenberg ist keine Mehrheit für die Auftragsvergabe an das Unternehmen Saatmann zustande gekommen.

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St. Annen wird vorerst nicht saniert– wann die Maßnahme nachgeholt wird, ist offen.

Quelle: gus

RODENBERG. Das nicht öffentliche tagende Gremium sollte eigentlich den Plan der Verwaltung in die Tat umsetzen, die Sanierung der kurzen Verbindungsstraße zwischen Im Seefeld und Suntalstraße noch in diesem auf den Weg zu bringen. Ziel war es, dasselbe Unternehmen zu beauftragen, das derzeit noch mit der Jakobistraße beschäftigt ist.

Dies hätte eine erhebliche Summe eingespart, weil die Maßnahme dann direkt im Anschluss erfolgt wäre, sodass die Firma Saatmann weniger Geld in Rechnung gestellt hätte – beispielsweise weil die erste Anfahrt mit den Maschinen weggefallen und die Rüstzeit kürzer ausgefallen wäre. Das Bauamt hatte also eigentlich alles eingefädelt.

Doch in der Rodenberger Politik hatte es bereits vor Jahresfrist grundsätzliche Bedenken hinsichtlich St. Annen gegeben. Den Wunsch der Anlieger nach einer Verkehrsberuhigung hatten Teile des Rates abgelehnt, andere befürwortet. Es gab auch Stimmen, wonach die Sanierung als unnötig angesehen wurde, weil die Straße so kurz ist und die Schäden noch nicht zu schlimm.

Zwei Ja-, zwei Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen

Doch wegen der Nähe zur Jakobistraße, deren Sanierung im Frühjahr begann, kam die Idee auf, Nägel mit Köpfen zu machen und St. Annen im Anschluss quasi zum Schnäppchenpreis – etwa 90000 Euro sollte es kosten – zu modernisieren. Auch in einer Bauausschusssitzung inklusive Ortstermin vor wenigen Wochen waren die Politiker noch geneigt, diesen Weg zu beschreiten. Zumal die Arbeit von Saatmann an der Jakobistraße als gut bewertet wurde.

Im VA folgte dann die Kehrtwende. Zwar darf die Verwaltung keine Diskussionsinhalte und auch nicht das Abstimmungsverhalten der einzelnen VA-Mitglieder ausplaudern. Doch die Ergebnisse sind der Öffentlichkeit zugänglich. Und demnach hat es einen Patt gegeben: Zwei Ja-, zwei Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen. Damit fiel der Antrag durch, denn ein Beschluss muss mit einer Mehrheit gefasst werden.

Die Anwohner der Straße, an der sich auch eine Flüchtlingsunterkunft befindet, müssen also auf unbestimmte Zeit vertröstet werden. Günther Wehrhahn, Pressesprecher der Stadt, machte keinen Hehl daraus, dass das Scheitern des Vorhabens im Rathaus nicht gerade Jubel ausgelöst hat. „Das ist aus Sicht der Verwaltung unverständlich“, so Wehrhahn.

Wie viel teurer die Sanierung von St. Annen wird, wenn der Auftrag in ein paar Jahren einzeln ausgeschrieben werden muss, könne er nicht beziffern. Dass es dann teurer wird, sei aber sicher. Wann die Sanierung erfolgt sei offen. Dies muss der im September neu zu wählende Rat bestimmen. gus

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