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Stiftung belohnt jugendliches Engagement

Rodenberg Stiftung belohnt jugendliches Engagement

Auf Initiative von Norbert Jahn, der sich in der Vergangenheit bereits einen Namen als Unterstützer der Rodenberger Schulen gemacht hat, ist am Donnerstag die Julius-Rodenberg-Stiftung aus der Taufe gehoben worden.

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Vertreter von Kommunen, Organisationen und Schulen kamen zur Tauffeier der neuen Stiftung.

Quelle: bab

Rodenberg. Die Treuhandstiftung hat die Auszeichnung des Engagements Jugendlicher zum Ziel und ist unter dem Dach der Bürgerstiftung Schaumburg angesiedelt. Damit ist sie Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen.

Wie Norbert Jahn bei einer Feierstunde zur Gründung im Rodenberger Ratskeller berichtete, wird deshalb auch ein Vertreter der Bürgerstiftung Schaumburg Mitglied im dreiköpfigen Stiftungsrat des Rodenberger Ablegers. Die beiden anderen Plätze in dem Gremium sollen von Jahn selbst und dessen Sohn Andreas Jahn besetzt werden. Das von Jahn eingebrachte Vermögen beträgt 75000 Euro. „Mit Zustiftungen werden wir wohl bald auf 100.000 Euro kommen“, glaubt der Gründer.

Die Stiftung soll nicht nur Menschen in der Deisterstadt zugutekommen. „Einzugsgebiete sind der Landkreis Schaumburg und angrenzende Gemeinden und Kreise“, sagte Jahn. Jährlich soll eine Auszeichnung vergeben und ein Stipendium im Wert von bis zu 5000 Euro ausgelobt werden. Auszeichnen wollen die Stifter Jugendliche, die sich in besonderem Maße gesellschaftlich engagieren, sei es in Vereinen, Kirche oder anderen Organisationen.

„Gemeinsam etwas Gutes tun, unsere Kinder und Jugendlichen auf die vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten, das ist unser Ziel“, sagte Jahn vor Vertretern und Ehrenträgern aus Rodenberg sowie Gästen von Landkreis, Schulen und Vereinen, die der Feierstunde beiwohnten.

Mit der Stiftung hat Jahn auch dem Rodenberger Lyriker, Schriftsteller und Publizisten Julius Levy (1831-1914) Ehre erwiesen, der sich später Julius Rodenberg nannte und nach dem die Grundschule benannt wurde. Deren Rektor Uwe-Jens Eberhardt umriss gestern im Ratskeller das Leben von Julius Rodenberg, über den nur wenig bekannt sei, obwohl er über ein „enormes Netzwerk“ und Verbindungen in Industrie und Wissenschaft gehabt habe und 1885 Mitbegründer der Goethe-Gesellschaft gewesen sei.

„Der Name ist gut gewählt, er passt gut hierher“, sagte Schaumburgs Landrat Jörg Farr, der sich „sehr gefreut“ hat, von der Idee der Stiftungsgründung zu erfahren. Es sei „allemal ein Ziel, sich für ein solches Thema zu engagieren“, beurteilte Farr die Fokussierung auf den Nachwuchs.

Freude darüber, „dass wir auch eine Stiftung in unserer Stadt haben“, drückte auch Rodenbergs Stadtdirektor Georg Hudalla aus. Dadurch sei unbürokratische und schnelle Hilfe möglich. Bürgermeister Ralf Sassmann dankte Jahn, dass dieser den finanziellen Grundstock dafür gelegt habe. Es gebe Jugendliche, die viel Potenzial haben, aber kein reiches Elternhaus. Er forderte die Bürger auf, „die Stiftung zu unterstützen, um viele Jugendliche zu unterstützen“. bab

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