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Tagespflege in den Fokus rücken

Infoabend in Rodenberg Tagespflege in den Fokus rücken

Auf Initiative aus der Politik hat die Rodenberger Verwaltung einen Informationsabend über einen speziellen Sektor der Kinderbetreuung organisiert. Am Montag, 19. Juni, soll im Veranstaltungszentrum Rodenberg-Mitte über die Tätigkeit von Tagesmüttern unterrichtet werden.

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Tagesmütter können sich ihren Schützlingen besonders intensiv widmen.

Quelle: dpa

RODENBERG. Ziel ist es, solche Angebote als Ergänzung zu kommunalen Kindertagesstätten mehr in den Fokus zu rücken. Denn eigentlich ist dieser Zweig bereits jetzt eine wichtige Stütze. 13 Tagesmütter und zwei Großtagespflegeeinrichtungen, wo 40 Kinder unter drei Jahren betreut werden, gibt es nach Angaben von Verwaltungsmitarbeiter Reinhard Peter in der Samtgemeinde. Diese 40 Kinder müssten sonst in kommunale Krippen gehen. Zudem sind zwölf Jungen und Mädchen über drei Jahren bei Tagesmüttern untergebracht – dann in Ergänzung zu den Betreuungszeiten von Kitas oder nach der Schule.

Eine Tagesmutter kann fünf Plätze anbieten

Bei den Großtagespflegen in Apelern und Feggendorf haben sich jeweils zwei Tagesmütter zusammengetan. Diese können bis zu zehn Kinder aufnehmen. Eine Tagesmutter kann fünf Plätze anbieten. Darüber und über viele weitere Einzelheiten dieses Betreuungssektors informiert am 19. Juni ab 19 Uhr die Leiterin der Kinderbetreuungsagentur (Kiba), Antje Baumgarten. Die Kiba ist im Landkreis Schaumburg für die Vermittlung von Kindertagespflegeplätzen zuständig.

Damit will die Samtgemeinde keineswegs die Verantwortung abwälzen, selbst ausreichend Betreuungsplätze zu schaffen. Denn dass es dort Engpässe gibt, räumt Verwaltungschef Georg Hudalla rundheraus ein. Wobei Peter betont, dass die Samtgemeinde gerade erst zusätzliche Krippen- und Hortplätze geschaffen hat (wir berichteten). Dennoch: „Wir stellen fest, dass sich die Einstellung grundlegend ändert. Viele Eltern geben ihre Kinder früher in Betreuung und benötigen umfangreichere Betreuungsangebote“, erklärt Hudalla. Daher sei das Angebot der Kindertagespflege eine sinnvolle Ergänzung.

Individuelle Betreuungsmöglichkeit

Deren Vorteile lägen vor allem bei der Individualität. Eine Tagesmutter könne viel eher auf die zunehmende Flexibilität von Arbeitszeiten eingehen. Es sei durchaus möglich, ein Kind dort auch nur für zwei oder drei Tage in der Woche abzugeben. Und in Einzelfällen sei es denkbar, einer Tagesmutter ein Kind mal bis in den Abend hinein anzuvertrauen – von einer kommunalen Kita wäre dies nicht zu leisten.

Auch über solche Möglichkeiten, die Betreuungskosten und die verfügbaren Tagesmütter in der Umgebung soll Baumgarten berichten. Ferner gibt es Informationen für Interessierte, die gern selbst Tagespflege anbieten wollen. Dazu ist laut Peter ein 160 Stunden umfassender Lehrgang nötig. Hinzu kommt noch ein weiteres Fachseminar über 20 Stunden. Außerdem sind bestimmte räumliche Voraussetzungen zu schaffen. gus

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