Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Trockenheit knackt Rohre

26 000 Euro für Sanierung der Wasserleitungen Trockenheit knackt Rohre

Der ausgedehnte trockene Spätsommer hat den Wasserleitungen in der Samtgemeinde arg zugesetzt. Durch den gesunkenen Grundwasserspiegel hat der Boden an Auftrieb verloren und die Rohre waren somit höheren Scherkräften ausgesetzt.

Voriger Artikel
Herrchen gesucht
Nächster Artikel
Trockenheit knackt Rohre

Symbolbild

Quelle: dpa

RODENBERG. Etwa zehn Rohrbrüche in Feggendorf, Hülsede und Lauenau waren das Ergebnis. Auch eine Hauptleitung ist betroffen.

„Normalerweise müssen wir nur vier oder fünf Wasserrohrbrüche im ganzen Jahr verkraften. Das kostet die Samtgemeinde etwa 10 000 Euro. In diesem Jahr waren es schon zehn Schäden und wir mussten 26 000 Euro in die Sanierung stecken“, erklärt der Technische Betriebsleiter Jürgen Rabe.

Die Leitungen verlaufen in einer Tiefe von mindestens einem Meter. Der Frost kann den Rohren daher nichts anhaben. Bei anhaltender Trockenheit dagegen setzt sich der Boden und dabei auftretenden Spannungen machen gerade die älteren Rohre nicht mehr mit.

„Vor 40 Jahren wurden die Leitungen nicht mit der selben Sorgfalt wie heute instalilert. Heutzutage wird ein Sandbett angelegt und der Boden verdichtet“, so der Betriebsleiter. Auch beim Material hat sich einiges getan. Angefangen beim Grauguss der fünfziger Jahre entwickelte sich das Leitungssystem über PVC bis zum heutigen PEHD-Kunststoff.

Schäden werden am selben Tag behoben

Ensteht ein Leck, seien es meist Privatleute, die bemerken, dass sich feuchte Stellen im Garten oder in der Zufahrt bilden. „Wir haben entsprechende Verträge mit Baufirmen und beheben den Schaden noch am selben Tag. In diesem Zug lässt sich dann auch über die Erneuerung des Hausanschlusses die gesamte Qualität des Wassernetzes verbessern“, sagt Rabe.

Da das Wetter mittlerweile schon deutlich regnerischer und kühler geworden ist, rechnen die Wasserbetriebe vorerst nicht mit weiteren Schäden, werden die Problematik aber im Auge behalten. Wirtschaftlich dürften die Sanierungen für die Verwaltung zu stemmen sein. Die Betriebsausschuss beschloss eine Erhöhung des Stammkapitals der Eigenbetriebe um 200 000 Euro, nachdem Wirtschaftsprüfer immer wieder auf die Aufstockung gepocht hatten.

Die Abwasserbeseitigung schließt das Geschäftsjahr 2015 mit einem Überschuss von über 280 000 Euro gegenüber knapp 109 000 Euro im Vorjahr ab. 20 000 Kubikmeter mehr Abwasser entsorgten die Eigenbetriebe 2015. Die Wasserversorgung verzeichnet dagegen einen Fehlbetrag von über 62 000 Euro, über 5000 Euro mehr als im Vorjahr. Über eine schon vorher beschlossene Gebührenerhöhung soll das Defizit behoben werden. geb

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg