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Unspektakuläres Stühlerücken

Rodenberger Ratsgremien Unspektakuläres Stühlerücken

Die nach den CDU-Austritten nötige Umbesetzung der Rodenberger Ratsgremien ist am Mittwoch unspektakulär, aber angesichts der thematisch wenig inhaltsschweren Tagesordnung vor vollen Zuschauerreihen, vonstattengegangen. Zwei neue Gruppen gibt es nun, ein neuer stellvertretender Bürgermeister wurde nicht gewählt.

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RODENBERG. Dennoch war durchaus Bemerkenswertes zu beobachten. Schon zu Beginn der Sitzung war offensichtlich, dass sich im Stadtrat Entscheidendes verändert hatte. Die bis vor Kurzem noch fünfköpfige CDU-Fraktion bestand auch beim Blick auf die Sitzordnung nicht mehr. Die mittlerweile parteilosen Erhard Steege und Patricia Kasper saßen allein am Tisch – zwischen ihnen eine kleine Lücke zur SPD-Fraktion. Warum der ebenfalls aus der CDU ausgetretene Carlo de Rooij nicht anwesend war, wurde nicht erklärt.

Unmut über Kurs der Bundes-CDU

 Sebastian Klein, einziges verbliebenes CDU-Mitglied im Rat, hatte mit dem auch aus der Partei ausgetretenen Stephan Lotz am gegenüberliegenden Tisch Platz genommen – inmitten der Vertreter von WGR und der Gruppe Grüne/FDP. Lotz hatte gegenüber dieser Zeitung bereits erklärt, er habe sein Parteibuch nicht aus lokalpolitischen Gründen, sondern aus Unmut über den überregionalen Kurs der Christdemokraten zurückgegeben.

 Mit Klein hatte er sich somit zur Gruppe CDU/Lotz zusammengeschlossen. Steege, de Rooij und Kasper nennen sich nun Rodenberger Interessengemeinschaft (RI). Stadtdirektor Georg Hudalla ließ es sich nach etlichen Angriffen aus dem Steege-Lager während der vergangenen Monate nicht nehmen, die neue Gruppe genüsslich auf einen Tippfehler in einer E-Mail vom Mittwoch hinzuweisen. Soll die Gruppe Interessengemeinschaft oder „Intressengemeinschaft“ heißen? „Wie es im Duden steht“, erwiderte Kasper.

Klein bleibt Vize-Bürgermeister

 Der Verwaltungsausschuss wurde personell nicht umbesetzt, da Steege und Klein dort wieder einen Sitz bekleiden. Für den CDU-Politiker war dies von Bedeutung, weil er nur in diesem Fall stellvertretender Bürgermeister bleiben konnte. Auf die Neuwahl dieses Amtes wurde somit verzichtet – Klein war im vergangenen Dezember persönlich für fünf Jahre gewählt worden.

 Auch in den Bau- und Umweltausschuss entsandten RI und CDU/Lotz ebenfalls die alten Mitglieder: de Rooij und Lotz. Im Ausschuss für Sport, Soziales und Heimatpflege ersetzt nun Lotz Ratsfrau Kasper. Im Finanzausschuss hat jetzt Klein das Mandat von de Rooij. Den Vorsitz im Bauausschuss übt künftig Dirk Holm-Bertelsen (WGR) aus. Diese Funktion hatte bislang und auch in der vorangegangenen Ratsperiode de Rooij inne gehabt. Klaus Böhm (WGR) bleibt Leiter des Finanzausschusses. Dem Ausschuss für Sport, Soziales und Heimatpflege steht nach wie vor Döpke vor.

 Petra Raubaum, die als Beisitzerin im Finanzausschuss ist, bat darum, dass Ratsunterlagen online in größerem Umfeld zwecks Sitzungsvorbereitung bereitgestellt werden. Die Verwaltung verwies auf die Fraktionen, die dies erledigen können.

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