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Ur-Kita Grover Straße wird 40

Gründung war prägend für Rodenberg Ur-Kita Grover Straße wird 40

Der Kindergarten Grover Straße wird in diesem Jahr 40 Jahre alt. Die Kita ist für die Rodenberger sozusagen der Ur-Kindergarten – obwohl es in der Deisterstadt mittlerweile vier Kitas gibt. Denn die Einrichtung gegenüber der St.-Jacobi-Kirche war die erste dieser Art in der Deisterstadt.

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In Vorbereitung auf die große Feier haben die Kinder auf dem Außengelände eine große 40 gebildet.

Quelle: pr.

Rodenberg. Die Verbundenheit der früher dort betreuten Jungen und Mädchen ist in vielen Fällen bis heute ungebrochen, auch wenn aus den Stepkes von einst längst gestandene Männer und Frauen geworden sind. Zahlreiche Eltern schickten und schicken ihren Nachwuchs ebenfalls in die Grover Straße, weil sie sich so gern an ihre Zeit dort erinnern.

 Wie sehr sich Ehemalige der Kita emotional verbunden fühlen, wurde deutlich, als vor rund vier Jahren im Gespräch war, die Einrichtung zur reinen Krippe zu machen – dagegen liefen etliche Rodenberger Sturm.

 Die Nähe zur Kirche ist nicht nur räumlich zu verstehen. Auch bei Veranstaltungen arbeiten Kita und Kirchengemeinde gern zusammen. Ein Beispiel ist der jährliche Martins-Umzug. Dann begeben sich die Jungen und Mädchen samt Erzieherinnen und Kirchenvertretern erst auf einen Laternenumzug durch die Stadt und feiern anschließend eine Andacht im Gotteshaus.

 Die Kita wird mit einem sogenannten offenen Konzept betrieben. Das bedeutet, dass die Kinder sich ihren Neigungen entsprechend frei in den Räumen bewegen können. Wer basteln möchte kommt daher ebenso jederzeit auf seine Kosten wie Kinder, die lieber toben. Das gut ausgestattete Außengelände bietet Gelegenheit zum Klettern, Schaukeln, Buddeln und Versteckspielen und sogar für Bobbycar-Rennen. Das pädagogische Konzept sieht auch Kochtage, Müslitage und eine spezielle Vorbereitung der Schulkinder vor. Seit einigen Jahren ist auch der Schülerhort auf dem Gelände der Kita angesiedelt.

 Der Kindergarten wäre aber längst nicht so gut ausgestattet, wie er ist, gäbe es nicht den Förderverein um dessen Gründe rund Vorsitzenden, Helmut Schaare. Dieser bezahlte nicht nur mehrere Spielgeräte auf dem Außengelände – allen voran das große Kletterschiff. Auch viele kleinere Spielzeuge wurden aus dessen Budget finanziert. Zuletzt ermöglichte der Verein die Präventionsschulung für die angehenden Abc-Schützen.

 Seine Einnahmen bezieht der Verein einerseits aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Doch auch das Basar-Team trägt seinen Teil bei. Im Frühjahr und im Herbst werden in der Kita Kleidung und Spielzeug verkauft, außerdem gibt es eine Cafeteria mit selbst gebackenem Kuchen und Kaffee – der Erlös aus dem Verkauf geht an den Förderverein. Insgesamt investierte dieser in den 25 Jahren seines Bestehens 80.000 Euro in die Kita.

 Aus Sicht von Stadtdirektor Georg Hudalla ist der Kindergarten Grover Straße auch deshalb von besonderer Bedeutung für Rodenberg, weil es vor seiner Gründung nur einen privaten Kindergarten gegeben hatte. „Da ging nur ein ausgesuchtes Klientel hin. Der Bau der Kita Grover Straße machte den Kindergartenbesuch dann zu einer Art Jedermann-Recht. Das war eine prägende Erfahrung“, erinnert sich Hudalla. Und: „Wir hatten selbst Kinder dort, und wir haben sie sehr gern dort gehabt.“

 Kita-Leiterin ist seit 1997 Christine Meier. Wie viele Kinder an der Grover Straße seit der Eröffnung im Jahr 1976 betreut wurden, ist wegen der wechselnden Gruppenzahlen und -größen schwer zu sagen. Deutlich mehr als 1000 waren es aber in jedem Fall. gus

Erzählcafé für Ehemalige

Zum 40-jährigen Bestehen feiern Erzieher, Kinder, Eltern, Förderverein und weitere Interessierte am Sonnabend, 28. Mai, ein „Festival der Sinne“ an der Grover Straße. Beginn ist um 14 Uhr, Schluss um 17 Uhr. Mit dem „Festival der Sinne“ knüpft die Tagesstätte an das Motto der diesjährigen Faschingsfeier an. Schon da sollten die Jungen und Mädchen ihre Wahrnehmung schärfen – vom Riechen bis zum Tasten. Außerdem sollen ehemalige Besucher im Erzähl-Café die Gelegenheit zum Austausch ihrer Erinnerungen haben. gus

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