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Vakanz vorüber

Gemeinde bekommt endlich Pastor Vakanz vorüber

Nach vier Jahren bekommt die St.-Johannes-Gemeinde Rodenberg, die zur Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) gehört, wieder einen eigenen Pastor.

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Die Zukunft sieht für die St.-Johannes-Gemeinde wieder freundlicher aus.

Quelle: gus

Rodenberg. Streng genommen sind es eigentlich fünf Jahre, denn Friedrich von Hering, der im August ins Pfarrheim zieht, hat zunächst ein Probejahr als Pfarrvikar zu absolvieren, bevor er voraussichtlich im Sommer 2019 der neue Gemeindepastor wird.

Während des Vikariats sammelt der angehende Pastor praktische Erfahrungen und wird dabei von einem Mentor begleitet. Diese Rolle übernimmt Vakanzpastor Gottfried Heyn, der der Gemeinde damit noch ein Jahr länger erhalten bleibt.
Von Hering kümmert sich im Pfarrvikariat beispielsweise um Gottesdienste, die Seelsorge oder den Konfirmationsunterricht – jeweils in Abstimmung mit seinem Mentor. Heyn führt eine eigene Gemeinde in Hannover und wird, sobald der Pfarrvikar da ist, nicht mehr so häufig in Rodenberg anzutreffen sein. Heyn zufolge freut sich von Hering schon auf die neue Aufgabe in der Deisterstadt. Aktuell absolvierte der gebürtige Kieler das zweite theologische Examen in Berlin.

Pfarrheim muss renoviert werden

Doch bis von Hering mit seiner Frau und den zwei kleinen Kindern in das Pfarrheim einziehen kann, ist noch viel zu tun. Aktuell wohnt eine Familie aus dem Irak in dem Gebäude. Ab April wird dort dann renoviert. Beispielsweise müssen die Bäder und die Elektroanlage erneuert werden.

Seit August 2014 suchte St. Johannes einen neuen Pastor. „Vier Jahre sind für eine Gemeinde viel zu lang“, so Heyn. Allerdings sei dies heutzutage ein normaler Zeitraum. Heyn spricht von „enormen Nachwuchsproblemen“. Zwischen den Zahlen der baldigen Ruheständler und den angehenden Absolventen klafft eine Lücke.

Reformation der Strukturen

Grundsätzlich müsse deshalb in naher Zukunft wohl die Kirchenstruktur reformiert werden, erklärte Heyn. Für Rodenberg könnte dies den Zusammenschluss mit der SELK-Kreuzgemeinde in Stadthagen bedeuten. Dies stehe aber noch in den Sternen, betont Heyn. Frühestens denkbar ist dieser Schritt, wenn der Stadthäger Pastor in den Ruhestand geht. Von Hering würde die Gemeinde –  inklusive der Filialkirche in Minden – dann übernehmen. Dazu hat er sich laut Heyn in einem ersten Gespräch einverstanden gezeigt. göt

Geschichtlicher Hintergrund

Die beiden SELK-Gemeinden St.-Johannes in Rodenberg und die Kreuzgemeinde in Stadthagen sind geschichtlich miteinander verbunden. Sie haben gemeinsame Wurzeln, da die Stadthäger Gemeinde aus der Rodenberger hervorgegangen ist. Die Mitglieder der Rodenberger Gemeinde kamen aus allen Orten der Umgebung, erklärte Vakanzpastor Gottfried Heyn. Als immer mehr Menschen rund um Stadthagen in die Gemeinde kamen, konstituierte sich 1920 eine selbstständige Gemeinde in Stadthagen, die von dem Rodenberger Pastor mit versorgt wurde. 1976 wurde das eigene Pfarramt in Stadthagen eingerichtet. Pastor Klaus-Peter Kässner war der erste Seelsorger. göt

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