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Viele Vorteile – ein Wermutstropfen

Grüner Baum Viele Vorteile – ein Wermutstropfen

Die Umbaumaßnahmen am Grünen Baum haben sich nach Einschätzung von Baufachbereichsleiter Jörg Döpke bereits positiv bemerkbar gemacht. Ein Busbahnsteig mit Rampe erleichtert nun den Einstieg für die Fahrgäste.

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Am Grünen Baum ist es für Fahrgäste jetzt deutlich angenehmer, auf den Bus zu warten.

Quelle: gus

Rodenberg. In den ersten sieben Wochen seit der Fertigstellung seien keine Klagen über die neue Situation eingegangen. Zudem gebe es deutliche Vorteile für den Busverkehr. Nur eine Kiosk-Nachfolge müssen sich die Rodenberger wohl endgültig abschminken.

Behindertengerechte Rampe

Das Positive zuerst: Die Buspassagiere, speziell die Schüler, haben jetzt erheblich mehr Platz, während sie auf den Bus warten. Dafür sorgt ein an einen Bahnsteig erinnernder Komplex inklusive behindertengerechter Rampe. Dieser „Bahnsteig“ ist so gebaut worden, dass die Fahrgäste auch wesentlich leichter in die Busse einsteigen können, was wiederum Gehbehinderten und Senioren zugutekommt.

Das gesamte Areal ist übersichtlicher geworden. Mit den neuen Laternen wird zudem für deutlich mehr Helligkeit gesorgt. Um einige Leuchten herum müssen allerdings noch Äste abgesägt werden. Dies erledigt die Straßenmeisterei in Kürze. Hinzu kommt für mehr Sicherheit der Fahrbahnteiler an der Kreisstraße zwischen beiden Haltestellen.

Auf der gegenüberliegenden Seite des „Bahnsteigs“ waren keine Veränderungen in vergleichbarem Maß nötig. Dies hat Döpke zufolge den Grund, dass dort meist nur Fahrgäste aus Bussen aussteigen. „Die haben dann ja keine Wartezeit“, so Döpke.

Platzangebot subjektiv geringer

Zwischen der großen Bushaltestelle und den gegenüberliegenden Geschäften ist das Platzangebot seiner Ansicht nach nur subjektiv geringer geworden. Denn früher war dort Verkehr in beiden Richtungen möglich, außerdem mussten die Busse, die jetzt an der Kreisstraße halten, durch den Bereich fahren. Die Zahl der Parkplätze reiche aus – zumindest sei vonseiten der Gewerbetreibenden nichts Gegenteiliges an ihn herangetragen worden.

Ebenfalls deutlich übersichtlicher ist jetzt die Einfahrtsituation an der Masch. Der Trichter wurde um einige Meter von der Kreisstraße abgerückt, der Kiosk abgerissen. Die Einbahnstraßenregelung ist allerdings nicht auf dem Mist der Stadt Rodenberg gewachsen. Dass Autos jetzt von Bad Nenndorf aus kommend nicht mehr direkt in die Nebenstraße am Grünen Baum einbiegen können, habe die untere Verkehrsbehörde angeordnet. In Kürze werden die Beete bepflanzt – dafür war es bislang zu trocken.

Döpke rechnet nicht mit Interesse

Und nun noch einmal zum Kiosk: Bislang hatte es geheißen, dass die Infrastruktur für einen Nachfolger vorhanden ist. Dies trifft aber nur bedingt zu. Sollte sich ein Interessent bei der Stadt melden, müssten die Versorgungsanschlüsse erst noch hergestellt werden. Döpke rechnet aber auch nicht damit, dass jemand entsprechendes Interesse bekundet.

Dass die Stadt einen Kiosk baut „für einen Betreiber, der nach einem halben Jahr wieder abspringt, weil sich das nicht lohnt“, hält der Bauexperte mittlerweile sogar für unwahrscheinlich. Also müsste ein Interessent zunächst aus eigener Tasche kräftig investieren. gus

Jetzt Bügel – später vielleicht eine Box

Was noch fehlt, sind Fahrradbügel, die die Haltestelle zur Bike&Ride-Anlage machen sollen. Diese werden in nächster Zeit eingebaut, sagt Jörg Döpke. Sollten sie viel genutzt werden, ist eine Erweiterung nicht unwahrscheinlich – Politiker haben intern bereits eine überdachte Fahrradbox diskutiert. So etwas müsste aber auch von den zuständigen Gremien befürwortet werden.

Dass zunächst nur eine Lösung mit Fahrradbügeln realisiert wird, könnte sich positiv auswirken. 2015, als die Stadt ihre Förderanträge einreichte, gab es noch keine Zuschüsse für Bike&Ride-Anlagen. Dies hat sich geändert – eine im Vergleich zu den Bügeln deutlich teurere Fahrradbox wäre dann förderfähig. gus

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