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Rodenberg „Viele neue Besen, die gut kehren wollen“
Schaumburg Rodenberg Rodenberg „Viele neue Besen, die gut kehren wollen“
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15:25 05.03.2012
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Rodenberg (lmh). Der 50-jährige Lothar Baar hat bereits eine Amtszeit hinter sich. Sein Beruf als Polizist habe ihn nach etwas suchen lassen, an das er glauben könne. Bereits zwölf Jahre KV-Erfahrung hat Alexandra Bühre. Die Betriebswirtin leitet den Finanzausschuss und möchte diese Arbeit fortführen. Durch seine drei Kinder ist der 52-jährige Algesdorfer Kay Groß in der Gemeindearbeit gelandet. „Nach und nach bin ich überall aufgetaucht, ohne irgendeine echte Funktion zu haben. Das will ich jetzt ändern.“

Bei Martina Knabe-Drombrowski war es die Krabbelgruppe, die sie in die Gemeinde eingeführt hat. Die 41-jährige Einzelhandelskauffrau möchte auch künftig mit Menschen arbeiten, „egal ob jung oder alt.“ Eher im Hintergrund ist Andreas Kühne bislang für die St.-Jacobi-Gemeinde tätig gewesen. Vor allem der Bauausschuss und ökologische Themen interessieren den 45-jährigen Maschinenschlosser. 

Ilona Schäfer kam über den Chor „Caminando Va“ in die Kirchengemeinde, kümmert sich inzwischen auch um die die Blumen und die Verteilung des Gemeindebriefs. Ihre Arbeit in einer Bad Nenndorfer Reha-Klinik zeige ihr, wie wichtig es sei, etwas für Senioren zu tun. Der 60-jährige Mediengestalter und Hannover-96-Fan Michael Tarkmann hat bereits an der Erstellung des Gemeindebriefs mitgearbeitet und möchte sich noch intensiver in die Gemeindearbeit einbringen. Ansprechpartnerin für die ältere Generation will Seniorenkreis-Leiterin Ingrid Wille sein. Seit 2000 lebt die gebürtige Rodenbergerin wieder in der alten Heimat, zwischenzeitlich war sie andernorts im KV aktiv.

Susanne Wolf hat eine KV-Amtszeit hinter sich, in der sie sich vor allem mit der Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt hat. Das möchte die pensionierte Lehrerin fortsetzen. KV-Urgestein ist Landwirt Jürgen Wulf, der schon seit 1988 dabei ist. „Wir haben hier viele neue Besen, die gut kehren wollen, und ich als alter Besen weiß, wo gekehrt werden muss“, fasste der 51-Jährige zusammen.

Vier für sechs aus zehn plus drei

• Zehn Kandidaten stehen zur Wahl, sechs davon wählt die Gemeinde direkt in den Kirchenvorstand (KV). Drei weitere werden anschließend unabhängig vom Wahlergebnis berufen, wie Pastor Ralf Janßen erklärte. Jedem wahlberechtigten Rodenberger Gemeindemitglied stehen vier Stimmen zur Verfügung. Diese kann der Wähler nicht wie in der Kommunalwahl einem einzigen Kandidaten geben, sondern muss sie zwingend verteilen oder verfallen lassen. lmh

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