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Rodenberg Von Liebe und Erotik im 19. Jahrhundert
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Von Liebe und Erotik im 19. Jahrhundert
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00:16 13.11.2013
Gudrun-Sophie Frommhage-Davar (links) und Frieda Höltke. jps
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Rodenberg.  Gudrun-Sophie Frommhage-Davar und Frieda Höltke vom Wilhelm-Busch-Museum offenbarten Details über die Gedanken des Dichters zu Liebe und Erotik.

Eigene Erfahrungen Buschs finden sich in vielen seiner Werke wieder, erklärte Frommhage-Davar. Als „junger Schmetterling, der selig an der Blume hing“ fühlte er sich in seiner Beziehung zu der deutlich jüngeren Anna Richter. „Und wie äußerte Busch im konservativen 19. Jahrhundert seine erotischen Empfinden?“, fragten sich die Zuhörer. Was dies betrifft, ging Busch soweit, wie zu dieser Zeit möglich war, erklärte Frommhage-Davar. Sie stellte eine Zeichnung Buschs vor, in der eine männliche Figur einen überraschenden Blick auf eine Frau erhascht und sich freut: „Maddam, es blitzt.“ „Das war schon sehr gewagt“, so Frommhage-Davar.

Da Liebe bekanntlich durch den Magen geht, engagierte Backhaus-Vorsitzende Marlies Weigelt die „Deisterköche“, die den Gästen auch kulinarisch einen gehaltvollen Abend boten. Mit zeitgenössischer Schaumburger Küche entführten sie das Publikum in das 19. Jahrhundert. „Zu dieser Zeit aß man deftig“, versprachen die Köche zu Beginn. Die Gäste wurden nicht enttäuscht. Deftige Speisen wie Bratwurst im Speckmantel und Wiedensahler Heringstopf hätten wohl auch Wilhelm Busch geschmeckt. jps

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