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Rodenberg / Schloss Von oben bis unten durchleuchtet

Von oben bis unten – und noch tiefer – werden derzeit die Überreste des Treppenturms am Schloss Rodenberg durchleuchtet.

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Sorgenkind Treppenturm: Die Fragmente des Außenbauwerks am Museum sind marode und deshalb mit Gittern abgesperrt.

Quelle: kle

Von Kathrin Klette

Rodenberg.  Der Grund: Das Turmfragment sackt ab und zeigt bereits deutliche Risse. Doch da der Bau wie das gesamte Schloss unter Denkmalschutz steht, darf in dieser Sache nicht ohne weiteres Hand angelegt werden. Die nötigen Untersuchungen werden voraussichtlich noch etwas andauern. Was genau mit dem Gebäudeteil danach passieren wird, ist noch unklar.

Zunächst sollte ein Bauingenieurbüro die Ursache für die Rissbildung ermitteln, erklärte Jörg Döpke, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen bei der Samtgemeinde, auf Anfrage. Der Sachverständige führte die Problematik auf eine nicht ausreichende Gründung des Turms zurück, die diesen langsam absacken lasse. „Wir können die Gündung der Anlage aber nicht näher bestimmen, weil wir den Bereich dort nicht einfach freischachten dürfen“, so Döpke. Denn nicht nur der Turm selbst, sondern auch das Erdreich darunter mit den Überresten der alten Burganlage steht als sogenanntes Bodendenkmal unter Schutz.

Nach Vorlage der ersten Untersuchungsergebnisse Anfang der Woche hat die Denkmalschutzbehörde nun weitere Fachuntersuchungen von Archäologen gefordert, die den Untergrund des Turms genau „durchleuchten“. Über deren Dauer konnte Döpke noch keine Angaben machen. Er hoffe allerdings, dass die ganze Sache inklusive der Lösung des Problems bis zum nächsten Frühjahr erledigt sein wird. Der Bauzaun rund um den Turm sei schließlich keine Dauerlösung, da er nicht nur die Optik dort störe, sondern auch das Arbeiten im Außenbereich des Museums erschwere. Im jetzigen Zustand stelle der Turm aber ein Sicherheitsrisiko dar und müsse deshalb abgesperrt werden.

Ein möglicher Lösungsansatz könnte sein, den Turm ein kleines Stück weit abzutragen, bis dessen Gründung ihn wieder trägt. Bevor die Untersuchungen aber abgeschlossen sind, lasse sich über das weitere Vorgehen und vor allem über den Kostenrahmen noch nichts Genaues sagen, so Döpke. Für die Museumslandschaft Rodenberg ist dieser Bestandteil des Gebäudes in jedem Fall ein erhaltenswerter, sagte Beiratsmitglied Marlies Berndt-Büschen, da er einen sehr schönen Teil zur Optik des Komplexes beitrage.

Ganz oben auf der Prioritätenliste des Vereins stünden aber andere, weit dringendere Probleme. „Uns wäre es erst einmal viel wichtiger, eine Toilette zu bekommen, bevor man eine größere Summe X für den Treppenturm ausgibt.“

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