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Rodenberg Vordach genehmigt – ein Problem bleibt
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Vordach genehmigt – ein Problem bleibt
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14:40 05.04.2017
Die Ratsmitglieder besichtigen das noch ungedeckte Dachkonstrukt. Quelle: gus
RODENBERG

Dort ist die Firma Euroflansch angesiedelt. Ein Brandschutzexperte forderte den Verein auf, sicherzustellen, dass niemand vom oberen Absatz der Treppe auf das Dach springt, da es nicht begehbar ist. Dann würde ein Absturz drohen.

Aus diesem Grund kämen nur entsprechend sicheres Glas und Ziegel als Eindeckung in Frage. Doch der Verein hätte sich einfache Dachplatten gewünscht. Dies könnte dennoch realisiert werden, wenn das etwa einen Meter hohe Geländer an dem Absatz aufgestockt wird – was nun geprüft wird.

Sprung aufs Dach sei anzuzweifeln

Allerdings war mehreren Beobachtern das Problem nicht einleuchtend. Kaum jemand befürchtete, dass ein vor Feuer flüchtender Mensch der sicheren Treppe den Sprung aufs Vordach vorziehen würde. Sebastian Klein (CDU) sagte während einer Besichtigungstour vor der Sitzung zudem: „Wenn da einer runterspringen will, müsste der ja erst mal die Fluchttür wieder zu machen.“ Dem pflichteten weitere Teilnehmer bei. Nur wenn die Tür geschlossen ist, ist ein Sprung aufs Vordach überhaupt möglich. Und es dürfte dann auch niemand durch die Tür nachdrängen und sie somit wieder öffnen – im Ernstfall ein reichlich unwahrscheinliches Szenario.

Hinsichtlich der ersten Aufregung um das von Backhaus-Verein angeschobene Bauvorhaben sind die Wogen offenbar geglättet worden. Die Material- und Baukosten sind Sache des Vereins, dieser wünscht sich aber einen Zuschuss von 1500 Euro, um die Kosten für die Baugenehmigung zu decken. Dazu hatte es bereits im vergangenen Herbst eine heftigere Diskussion gegeben, weil dieser Antrag erst bei der Stadt gelandet war, als der Bau des Vordachs schon längst im Gang gewesen ist (wir berichteten).

Finanzielle Übernahme entschieden

Dazu erhob nun niemand mehr das Wort. Allerdings sagte Baufachbereichsleiter Jörg Döpke, dass die Stadt einen Grundsatzbeschluss fällen muss, ob sie das Konstrukt auf ihrem Grund und Boden genehmigt. Dies geschah eher indirekt, indem sich der Ausschuss für die Übernahme der 1500 Euro entschied.

Der Verein möchte mit dem Dach die aus Steinplatten bestehende Terrasse auch bei Regen nutzen können. Die Gesamtkosten für das Konstrukt belaufen sich nach Worten von Dirk Holm-Bertelsen (WGR) auf 6500 Euro. gus