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Rodenberg Warme Socken und heißer Slibowitz
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Warme Socken und heißer Slibowitz
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06:16 09.11.2012
Am späten Mittag füllt sich der Martini-Markt in Rodenberg. Quelle: sk
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Rodenberg (sk)

 „Einen halben Meter Bratwurst im Baguette“, versprach eine Imbissbude am Poggenwinkel. Gegenüber schmeckte Besuchern kaltes Bier, von der Sonne beleuchtet. Ein paar Meter weiter schaute Petra Kreft gebannt nach oben. Die Söhne der Rodenbergerin „klebten“ quasi am Himmel. Das Rotationsfahrgeschäft „No Limit“ hatte bei seiner Fahrt den oberen Todpunkt erreicht; der lange Ausleger verharrte senkrecht. Lachend stiegen Marco (12) und Oliver (10) Minuten später aus. „Ein wahrer Adrenalinkick“, schwärmte der Zwölfjährige, dem die Beine zitterten. „Cool“, pflichtete der jüngere Bruder bei.

 Heißes gab es in einer Männerrunde neben dem Ratskeller. Chefkoch Christopher Rau trug ein Tablett mit Schnapsgläsern, deren goldgelber Inhalt dampfte. „Heißer Slibowitz“, erklärte Bürgermeister Ralf Sassmann. Bei Ratskeller-Wirt Neven Trivic kehrten ein Dutzend Gewerbetreibende und Stadtmitarbeiter zum traditionellen Mittagessen am Marktdienstag ein – dem Tag der „Fliegenden Händler“, die ihre Ware an den Mann und die Frau bringen wollten: warme Socken und glänzende Töpfe, Bürsten, Hüte, Schmuck und Schals.

 Zu „bescheiden“ fand Haushaltswarenanbieter Hartmut Holstein den Zuspruch der Marktbesucher. Die Kaufkraft habe in den vergangenen Jahren nachgelassen, und die Stände an der Langen Straße müssten nach Holsteins Meinung besser sortiert sein. Jacqueline Fick vom Champignonverkauf nahm die schwache Besucherresonanz am Mittag gelassen. Kaum jemand könne es sich heute noch leisten, für den Marktbesuch frei zunehmen. „Ab 17 Uhr ist hier was los“, prophezeite die Standbesitzerin. Bis in die Nacht hinein werde der Markt belebt sein, gaben die Männer am Ratskeller Auskunft.

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