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Rodenberg Wieder Kleidung von der Stange
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Wieder Kleidung von der Stange
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00:16 05.04.2017
Freude über den neuen „Fundus“: Tina Böhm (links) und Erika Heine. Quelle: nah
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Rodenberg

Sie habe lange überlegt, gestand die Vorsitzende des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt (AWO), Tina Böhm, ob eine neue „Kleiderkammer“ initiiert werden müsse. Da es aber bei vielen Betroffenen große Not gebe, sei Mietangebot angenommen worden. „Hier können wir eine Brücke schaffen zwischen Leuten, die sich viel kaufen können, und solchen, die sich nur wenig leisten können“, erklärte Böhm.
Es wird künftig nicht nur Kleider von der Stange für Erwachsene und Kinder geben. Das Sortiment umfasst auch Umstandskleidung und Babysachen, Schuhe und Taschen, Bett- und Tischwäsche, Gardinen und Handtücher, Elektro- und Küchenkleingeräte, Geschirr und Besteck sowie Deko-Artikel. Böhm rief dazu auf, den neuen Laden, der mit dem „Ümmesüss“-Geschäft in Bad Nenndorf und der Lauenauer „Bürgerhilfe“ zusammenarbeite, mit Sachspenden zu unterstützen. Geeignete Dinge sollten jedoch sauber und gebrauchsfähig abgegeben werden. Böhm ging auch auf die bereits bestehende Kleiderkammer des örtlichen DRK ein, mit der bei Bedarf ein Austausch vereinbart worden sei: „Wir wollen doch keine Konkurrenz schaffen, sondern müssen in diesen Zeiten zusammenarbeiten.“
Ein Team aus Erika Heine, Susanne Freise, Brigitte Gottwald, Anne Meyer und Nicole Brunsfeld wechselt sich bei den Öffnungszeiten ab: montags von 14 bis 17 Uhr sowie dienstags und mittwochs von 10 bis 14 Uhr. „Fundus für Alle“ kann von Flüchtlingen und Bedürftigen, jedoch auch von – so Böhm – „Laufkundschaft“ genutzt werden.
Allerdings wird für das Warensortiment ein Obolus erbeten: „Davon müssen wir die Miete finanzieren“, machte die Vorsitzende deutlich. Was danach übrig bleibe, sei für soziale Zwecke bestimmt. Denn: „Wir wollen ein Non-Profit-Laden sind und bleiben.“
Bürgermeister Ralf Sassmann begrüßte die Initiative der AWO: „So etwas hatten wir in unserer Stadt noch nicht.“ Eine erste Hilfe kommt von den Rotariern aus dem benachbarten Bad Nenndorf: Diese wollen dem „Fundus“ einen Schrank spendieren.  

nah

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