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Wieder fehlt ein Nachfolger

Blumenbinderei hört auf Wieder fehlt ein Nachfolger

Die Deisterstadt verliert nach der Schlachterei Bergmann den zweiten Traditionsbetrieb binnen weniger Wochen – die Blumenbinderei schließt. Und erneut ist der Grund das Fehlen eines Nachfolgers. Es handelt sich in diesem Sommer bereits um die dritte Schließung eines Betriebs, für die es keine wirtschaftlichen Ursachen gibt.

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 Nach „Quatsch mit Soße“ schließt auch die Blumenbinderei an der Langen Straße 2.

Quelle: gus

RODENBERG. Im Januar wäre die Blumenbinderei von Maria Schröder 20 Jahre in Rodenberg ansässig gewesen. Gegründet hatte sie den Betrieb noch als Maria Recke, doch mittlerweile ist sie verheiratet. Wie bereits bei Rainer Bergmann gibt es keinen finanziellen Anlass für die Geschäftsaufgabe, wie Schröder auf Anfrage erklärte. Es gibt niemanden, der das Geschäft übernehmen möchte.

„Ich habe mit drei Interessenten Gespräche, aber es hat nicht geklappt“, erklärt Schröder. Sie wolle jetzt aber in den Ruhestand gehen und habe daher vor einigen Monaten das Mietverhältnis mit der Stadt Rodenberg aufgekündigt. „Nach 46 Jahren im Berufsleben ist einfach mal Schluss“, sagt Schröder, die aber auch einräumt, dass ihr der Schritt nicht leicht gefallen ist.

Gespannt auf den Nachfolger

Am Sonnabend, 23. September, ist somit der letzte Öffnungstag der Blumenbinderei. Bis dahin ist Ausverkauf unter anderem von Dekorationsartikeln. Schnittblumen wird es aber noch bis zur Schlussphase frisch geben. Die Stadt verliert damit innerhalb weniger Wochen den zweiten Mieter an der Langen Straße 2. Denn im Juli hatte überraschend der Imbiss „Quatsch mit Soße“ aufgegeben – ebenfalls nicht aus wirtschaftlichen Nöten heraus, sondern aus privaten Gründen.

Bürgermeister Ralf Sassmann ist sicher, dass das Ladenlokal nicht lange leer stehen wird. „Die Lage ist gut“, betont er. Die Frage wird sein, was dort folgt – für einen Blumenladen sieht es eher schlecht aus, weil Schröder ja selbst keinen Nachfolger gefunden hat. Ein solches Geschäft gibt es an der Langen Straße außerdem noch. Schröder glaubt indes schon, dass Rodenberg ein zweites Blumengeschäft „vertragen“ könnte.

Abschied in der Blumenbinderei

Sassmann versteht den Schritt in Schröders Fall ebenso wie im Fall der Schlachterei Bergmann. Und so schade es für die Stadt sei, dass nun auf einen Schlag drei attraktive Betriebe aufgehört haben – so sehr biete sich auch eine Chance auf interessante Neuansiedlungen. Die Suche habe für die beiden eigenen Ladenlokale bereits begonnen.

Der Bürgermeister würde es beispielsweise begrüßen, wenn an die Stelle, wo „Quatsch mit Soße“ bis vor Kurzem seine Burger, Schnitzel und Salate angeboten hat, erneut ein Gastronomiebetrieb eröffnet, der deutsch geprägte Gerichte anbietet. „Ich habe den Laden sehr geschätzt, auch wenn ich nicht Stammkunde war“, betont Sassmann. Denn der Imbiss habe die Angebotspalette der Stadt erweitert. Die Blumenbinderei lädt  Freitag, und Sonnabend, zu einer Abschiedsveranstaltung ein. Beginn ist heute um 14 Uhr und morgen um 12 Uhr.  gus

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