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Wirbel ums Vordach

Missverständnis in Rodenberg Wirbel ums Vordach

Irritationen hat ein an sich kleines Bauvorhaben bei Politikern ausgelöst. Am Backhaus ist ein Vordach im Seitenbereich installiert worden. Die Stadt erhielt davon erst Kenntnis, als es bereits so gut wie fertig war. Die Verwaltung hätte der baulichen Veränderung jedoch vorher zustimmen müssen.

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Quelle: pr.

Rodenberg. Der Grund: Das Backhaus ist ein städtisches Gebäude. Dass dies nicht geschah, ist dem früheren Baufachbereichsleiter, Jörg Döpke, zufolge einem Missverständnis zuzuschreiben. Eigentlich hätte erst das grüne Licht der Politik abgewartet werden müssen, gab er im Bauausschuss zu.

Die Installation als solche ist Döpke zufolge positiv zu bewerten, daher sieht er kein Argument dafür, die Überdachung nicht zuzulassen. Erhard Steege (CDU) stellte aber fest: „Es wurde gebaut ohne Beschluss. Und jetzt haben wir einen Antrag vom Backhaus Aktiv.“ Er finde den Vorgang mysteriös, auch weil der vorliegende Genehmigungs-Antrag von Marlies Weigelt gestellt wurde, die nicht mehr Vorsitzende des Backhaus-Vereins ist.

"Die Sache ist unglücklich gelaufen"

Stadtdirektor Georg Hudalla erklärte, dass der Antrag bereits Anfang September eingegangen ist. Eines stehe außer Frage: Die Sache sei unglücklich gelaufen. So sah es auch Döpke, der aber betonte: Es geht nicht um die Bewertung dieses Vorgangs sondern darum, ob die Stadt mit dem Vordach leben kann oder nicht. Hans-Dieter Brand (SPD) verwies darauf, dass Weigelt mittlerweile politisch aktiv ist – für die WGR – und um die Zuständigkeit des Bauausschusses gewusst haben musste. Darüber hinaus habe das Gremium das Vordach noch nicht einmal besichtigt.

Dies lag jedoch an einer weiteren Panne: Der Bauausschuss wollte die Anlage eigentlich vor der jüngsten Sitzung besichtigen. Den entsprechenden Zusatz zur Tagesordnung hatten aber die meisten Ausschussmitglieder übersehen.

Daher plädierte Brandt dafür, den Tagesordnungspunkt bei einer späteren Sitzung erneut zu behandeln. Sonst finden sich möglicherweise Nachahmer bei anderen Nutzern städtischer Gebäude. Immerhin wünsche sich der Verein einen Zuschuss von 1000 Euro zur Architektenrechnung. Diese belaufe sich insgesamt auf 1500 Euro.

"Kleinkrämerische" Debatte

Ralf Lehnhardt (Beisitzer) fand die Debatte „kleinkrämerisch“, es handle sich um eine Bagatelle. Auch Gerd Grädener (WGR) war dafür, die Sache weniger hoch zu hängen. Er sah in dem Dach eine Aufwertung des Hauses. Wenn der Verein dort einmal ausziehen sollte, bliebe die Installation bestehen. Er war dafür, den Zuschuss zu gewähren. Der Ausschuss votierte für eine spätere erneute Behandlung des Themas – nach einer Besichtigung. Zu besichtigen gibt es aber gar nicht viel. Es handelt sich um eine nüchterne Holzkonstruktion, wie sie auch an vielen Privathäusern zu sehen ist. gus

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