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Wurzelbremse für den Kanal

Rodenberg Wurzelbremse für den Kanal

Mit einer eher unspektakulären Maßnahme ist die Stadt Rodenberg wieder etwas besser für mögliche Hochwassersituationen gewappnet worden: Der Regenwasserkanal, der den Norden der Stadt entwässert, wurde von Wurzelwerk befreit und von innen abgedichtet.

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Junge Vorbilder

RODENBERG. Aus diesem Grund war in dieser Woche im Bereich des ehemaligen Klärwerks an der Kreisstraße 53/Allee der Radweg gesperrt. Nach Angaben des stellvertretenden Baufachbereichsleiters, Arno Fatzler, haben die Arbeiter des beauftragten Unternehmens einen sogenannten Inliner verlegt. Mit Sportgeräten hatte das nichts zu tun: Es handelt sich im einen Schlauch, der in den Kanal geschoben und anschließend mit Druck und Wärme ausgehärtet wird. Dazu musste die Firma im Bereich des viel befahrenen Radwegs ins Erdreich eindringen.

Vor einiger Zeit hatten Fatzler und der sogenannte Deichgraf, Vize-Ortsbrandmeister Thomas Böhm, festgestellt, dass der Regenwasserkanal verlandet war, sprich: Schlamm hatte sich abgelagert. Eine Spülung brachte wenig Erfolg. Bei einer erneuten Untersuchung wurde deutlich, dass Wurzeln von Weiden an mehreren Stellen in das Rohr eingedrungen waren und den Durchfluss weitgehend unterbunden hatten.

Ärgerliches Wurzelwerk

„Weidenwurzeln hält keiner auf“, erklärt Fatzler. Durch Muffen dringen sie ins Innere und sind sogar in der Lage, die Rohre seitlich zu verdrängen. Nachdem die Wurzeln weggefräst worden waren, blieben also Löcher und Lücken. Diese zu verschließen, war das eine Ziel – das erneute Eindringen von Wurzeln zu verhindern, war das andere.

Eine Kanalsanierung mit offener Bauweise lehnten die Bauexperten ab, weil ein solcher Eingriff teuer ist und Unwägbarkeiten mit sich bringt. Daher entschloss sich die Verwaltung, einen Inliner zu verlegen, was laut Fatzler nur etwa 4000 Euro kostet. Die Sache wäre auch längst erledigt gewesen, hätte die Firma nicht vor einigen Wochen beim ersten Versuch einen um wenige Meter zu kurzen Inliner dabei gehabt. „Das ist natürlich ärgerlich für die“, so Fatzler. Mehrkosten für die Samtgemeinde ergaben sich dadurch aber nicht.

Der Regenkanal lässt Niederschlagswasser aus dem Bereich zwischen Grover Grenze und Bassenbrink abfließen. Er verläuft schräg gegenüber der Einmündung der Grover Straße in die K53 in gerader Linie bis zur Rodenberger Aue. gus

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