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Rodenberg Zaun entzweit Anlieger und Verwaltung
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Zaun entzweit Anlieger und Verwaltung
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18:21 21.12.2012
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Rodenberg (gus)

Dieser soll das Areal rund um das Regenbecken, das mehr vorweist als nur eine große Mulde für Niederschlagswasser, abzäunen. Vor allem, um Kinder davor zu schützen, in das Becken zu fallen, wie Stadtdirektor Uwe Heilmann auf Anfrage dieser Zeitung erklärte. Er bezweifle zwar, dass die Konstruktion für Kinder ein effektives Hindernis darstellen wird. Die Pläne könnten aber nicht geändert werden. Der Bürgerprotest komme auch zu spät.

 Die Anlieger der Deisterstraße haben der Redaktion eine 18 Signaturen vorweisende Unterschriftenliste zukommen lassen. Alle, die ihren Namen darauf eingetragen haben, erklären damit ihren Widerstand gegen den Zaun. Und sie bemängeln, dass es im Vorfeld der Bauarbeiten keine direkten Informationen an die Adresse der Anlieger der Deisterstraße gegeben hat.

 Die Immobilienbesitzer befürchten, dass der Zaun aus ästhetischen Gründen eine Wertminderung von Häusern und Grundstücken bewirken könnte. Dieser Effekt sei bereits nach dem Bau einer Spanfabrik eingetreten. Dies sieht Heilmann anders. Darüber hinaus hatte die im Juni 2010 zu einer Bürgerversammlung zum Thema eingeladen.

 Die Anlieger der Deisterstraße bekräftigten ihren Widerstand bei einer eigenen Versammlung. Mehr als 20 Rodenberger kamen. Eine ihrer Forderungen: Der Zaun soll entweder verschwenkt oder mehrfach unterbrochen werden, um eine „Gettowirkung“ zu vermeiden.

 Dabei wollte die Stadt mit der ökologischen Ausgleichsmaßnahme für das Baugebiet Leimkaute – ganz im Gegenteil – eine Aufwertung erreichen: Die Grünfläche zwischen Wohnbebauung und Gewerbegebiet soll auch als „grüner Riegel“ dienen. Geplant hat ihn das Büro Georg von Luckwalds. Ein Zaun ist fester Teil des Plans.

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