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Ziel: Startschuss 2017

Pläne für den Amtsplatz Ziel: Startschuss 2017

Nachdem in der vergangenen Woche erstmals konkrete Pläne zur Umgestaltung des Amtsplatzes bekannt geworden waren, haben die Verwaltung und die Volksbank Hameln-Stadthagen ihre Vorstellungen nun auch öffentlich präsentiert. Demnach will das Bankhaus groß in Rodenbergs Mitte investieren.

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Amtsplatz 3.0: Um die Volksbank entstehen laut den Plänen ein Geschäfts- und Wohngebäude sowie ein Parkplatz.

Quelle: Zeichnung: Brandstetter

Rodenberg. Errichtet werden soll sowohl ein Gebäudekomplex als auch neue Parkmöglichkeiten. Um das Volksbank-Gebäude herum soll in Richtung Aue ein halbkreisförmiges Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Dahinter würde ein Parkplatz zwischen Rathaus, Burgwall und Aue angelegt, der über eine neu angelegte Straße vom Amtsplatz aus zu erreichen wäre.

Doch die Pläne des Brandstetter-Architekten-Büros sind nicht in Stein gemeißelt: „Von der ersten Skizze bis zum fertigen Projekt gibt es viele Änderungen“, so Stadtdirektor Georg Hudalla. Der Parkplatz könnte beispielsweise noch verschoben werden.

Fest steht, dass in dem Gebäudekomplex Einkaufsmöglichkeiten entstehen sollen, die „Dinge des täglichen Bedarfs abdecken“, wie Karl Meyer vom Vorstand der Volksbank Hameln-Stadthagen erklärte. Etwa eine Apotheke, ein Fleischer, Ärzte oder Gastronomie. Konkrete Gespräche mit potenziellen Interessenten habe es aber noch nicht gegeben. In den oberen Geschossen der Geschäftseinheiten sollen zehn bis 15 barrierefreie Wohnräume entstehen.

Kaufkraft und zentrales Wohnen

Diese Mischung hat es Hudalla besonders angetan: „Wir stillen den Bedarf nach altersgerechtem, zentralen Wohnen und schaffen dazu noch Kaufkraft in zentraler Lage“, sagte er. Den Aussagen von Kritikern, die in den Plänen eine weitere Schwächung der Langen Straße sehen, entgegnete Baufachbereichsleiter Jörg Döpke, dass man keineswegs vorhabe „Versorgungsmöglichkeiten zu ersetzen, sondern sie nur zu verbessern“. Er sei sich sicher, dass die Neugestaltung der Ortsmitte auch für die Lange Straße eine positive Ausstrahlung habe.

Meyer spricht davon, dass sich die Bank damit „zum Standort Rodenberg bekennt“. Und natürlich erhöhe ein attraktives Umfeld auch die Besucherfrequenz in und um das vorhandene Volksbankgebäude, das bereits renoviert wird. Angaben zu den Kosten wollte Meyer aber noch nicht machen, da die Planungen sich erst in einem frühen Stadium befinden. „Wir gehen aber von mehreren Millionen Euro aus“, so Meyer.

Um die Planungen zu konkretisieren, haben Verwaltung und Volksbank einen Durchführungsvertrag geschlossen. Das bedeutet, dass das Geldinstitut zeitnah Mietinteressenten findet, während die Verwaltung die baulichen Voraussetzungen und den Ankauf von benötigter Fläche vorantreibt. Sollte das passieren und auch die Politik dem Vorhaben zustimmen, hofft Döpke darauf, dass die Bauarbeiten Mitte 2017 starten.  js

Nächste Bäckerei weg

Während die Pläne für den Amtsplatz Gestalt annehmen, hat die Lange Straße einen weiteren Leerstand hinzunehmen. Die lokale Bäckerei-Kette Stummeyer & Helle mit Sitz in Apelern hat ihre Filiale in Rodenberg geschlossen. Am vergangenen Sonntag hatte das Geschäft zum letzten Mal geöffnet.

Damit geht das Bäckereien-Sterben in der Rodenberger Stadtmitte weiter. Bis 2014 hatte es dort noch vier Bäckereien gegeben. Zunächst schloss ein Backshop wegen der geplanten Ernstings-Family-Erweiterung. Dann gab die Traditionsbäckerei Reese im August 2014 auf. Jetzt geht mit Stummeyer-Helle der letzte lokal verwurzelte Bäckereibetrieb aus der Innenstadt weg. Frisches Brot, Kuchen und Brötchen gibt es dort jetzt nur noch beim Schäfer-Nachfolger Café Novecento. Und natürlich außerhalb am Grünen Baum bei der Bäckerei Strietzel.

Geschäftsführung nicht zu erreichen

Das Unternehmen Stummeyer & Helle, das nun noch Filialen in Rehren, Apelern und Bakede betreibt, war 2013 bei der Fusion der Bäckereien Helle und Stummeyer entstanden. Stummeyer hatte bereits eine Verkaufsstelle beim Netto-Supermarkt in Lauenau und die Stammfiliale in Pohle geschlossen.
Die Geschäftsführung war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. gus

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