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Rodenberg Zugreifen erwünscht
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Zugreifen erwünscht
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18:19 02.06.2014
Lars Pasucha (rechts), Petra Flamme-Müller und Bürgermeister Ralf Sassmann bestücken gemeinsam mit Schülern der IGS den „offenen Bücherschrank“. Quelle: kle
Rodenberg

Der „offene Bücherschrank“ ist als Anlaufpunkt für alle gedacht, die auf der Suche nach neuem Lesestoff sind oder die selbst gut erhaltene Bücher übrig haben, die sie anderen überlassen möchten.

Der Schrank geht auf eine Initiative der Bücherei-AG der Rodenberger IGS zurück, die das Konzept von Städten wie Hannover übernehmen wollte. „Niemand schmeißt gerne Bücher weg“, hat Petra Flamme-Müller, Leiterin der Bücherei-AG, die Erfahrung gemacht. Oft aber seien Spenden an sie gereicht worden, die einfach nicht in den Bestand einer Schülerbücherei passten. Und auch öffentliche Büchereien hätten oft einen Überschuss an Material, das sie gar nicht mehr unterbekommen. Da kommt der „offene Bücherschrank“ ins Spiel.

Der Wunsch wurde schließlich an den Rat der Stadt herangetragen, der sein OK für das Vorhaben gab, sodass die Verwaltung den Einbau des Bücherschrankes veranlassen konnte. Insgesamt 1600 Euro haben Material und Einbau gekostet. Aktuell stehen rund 100 Bücher in dem Schrank bereit und warten auf neue Leser.

„Grundsätzlich ist das Ganze als Tauschverfahren gedacht“, erklärt Flamme-Müller. Man sucht sich ein Buch aus, das einen interessiert, und lässt dafür ein anderes da. „Man kann aber auch gleich zugreifen, ohne selbst ein Buch dazulassen, auch dafür ist der Schrank gedacht.“ Gleichzeitig gebe es ja auch Leute, die Lesestoff bereitstellen, aber selbst nichts mitnehmen. So wie der eifrige Spender, der bereits vor der großen Bestückungsaktion am Montag, bei der auch Lars Pasucha von der Deister Buchhandlung zwei ganze Kartons beisteuerte, fünf ausgelesene Bücher in den Schrank gestellt hatte. kle