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17:18 23.08.2017
Im Regenrückhaltebecken am Wiesenweg leben viele Tierarten. Quelle: JS
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Und nicht nur das, die Pflanzen ragen durch den Zaun auf Straße und Grundstücke, können im Extremfall den Verkehr auf der schmalen Straße beeinflussen. „In diesem Jahr war noch niemand von der Verwaltung da, um etwas zu unternehmen“, so der Anwohner. Auch in 2016 habe sich nur zwei Mal jemand blicken lassen. Außerdem gebe es übermäßig viel Ungeziefer.

„Man darf ein Regenrückhaltebecken nicht tot mähen“

Doch ironischerweise ist das blühende Leben genau das, was der Gesetzgeber von der Fläche erwartet und einfordert. Denn neben der technischen hat ein Regenrückhaltebecken auch eine ökologische Funktion, wie Arno Fatzler, stellvertretender Baufachbereichsleiter, mitteilt. „Man darf ein Regenrückhaltebecken nicht tot mähen“, so Fatzler.

Er selbst kann den Ärger der Anwohner verstehen und würde „lieber öfter schneiden, aber der Tierschutz sieht solch ein Becken als Biotop und sagt: ,Nein‘“, erklärt Fatzler. Höchstens zwei Mal im Jahr werde solch eine Fläche angegangen. Und selbst dann wird das Zentrum des Beckens meist unangetastet gelassen und nur die Pflanzen im Außenbereich verschnitten. Doch warum hat sich in diesem Jahr noch kein Bauhofsmitarbeiter um den Wiesenweg gekümmert? „Wir haben 36 Regenrückhaltebecken in der Samtgemeinde, da kann die Arbeit nur sukzessive durchgeführt werden“, so Fatzler.

Außerdem spiele das Wetter eine entscheidende Rolle. Denn bei der wechselhaften Witterung würden durch Mäh- und ähnliche Arbeiten erhebliche Flurschäden entstehen, weiß der stellvertretende Baufachbereichsleiter. Erst bei einer lang anhaltenden Trockenperiode kann wieder zu Schere und Schredder gegriffen werden. js

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