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Rodenberg Zusatzangebot keine Konkurrenz
Schaumburg Rodenberg Rodenberg Zusatzangebot keine Konkurrenz
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00:16 30.12.2016
Mitglieder der Bürgerhilfe vor Beginn der Essensausgabe. Quelle: Symbolfoto (dpa)
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Rodenberg/Nenndorf

Er hält das Sonntags-Einkaufsangebot hier auch für ausreichend. Ein neuer Vorstoß im Streit um die Sonntagsöffnungszeiten der Landeshauptstadt soll zusätzlich zu den vier jetzt schon gestatteten offenen Sonntagen 13 weitere ermöglichen – pro Stadtbezirk einen. In Bad Nenndorf öffnen einige Geschäfte der Innenstadt einmal monatlich sonntags, der Rewe-Markt hat jeden Sonntag Betrieb – abgesehen von den Monaten November und Dezember.

Besonders gut angenommen werden die offenen Sonntage, wenn sie mit großen Festen wie dem Bauernmarkt verbunden sind. Der Gewerbeverein Rodenberg organisiert pro Jahr vier verkaufsoffene Sonntage: Im Mai und im Juli gemeinsam mit einem Flohmarkt, im November kurz vor dem ersten Advent und am Tag der Altweibersommerfeier im September.

"Das kann ich mir nicht vorstellen"

Dass diese Angebote darunter leiden könnten, wenn sie fortan in Konkurrenz mit zeitgleichen Sonntagsöffnungen in Hannover stehen, glaubt der Vorsitzende des Gewerbevereins Rodenberg, Günter Ebertz, nicht. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Rodenberger jedes Mal sonntags nach Hannover zum Einkaufen fahren“, sagt er. Die Landeshauptstadt sei doch ein gutes Stück entfernt von Rodenberg. Außerdem unterscheide sich das Angebot deutlich.

Auch Rodenbergs Samtgemeindebürgermeister, Georg Hudalla, hält es aus diesem Blickwinkel für unbedenklich, wenn Hannovers Läden bald bis zu 17-mal pro Jahr sonntags öffnen sollten. Grundsätzlich bezweifelt er allerdings auch die Wirkung solcher Angebote, wenn sie zu häufig gemacht würden. „Je mehr verkaufsoffene Sonntage es gibt, desto gewöhnlicher wird das doch“, so Hudalla. Er erwartet sogar, dass sich aus einer möglichen Ausweitung kein Vorteil für die Beteiligten ergäbe – weder für Kunden noch für Geschäftsleute. Nur wenn Sonntagsöffnungen mit Großveranstaltungen zusammenfielen, „werden Kunden zu mehr Konsum angeregt“, meint Hudalla.

Schmidt bezweifelt, dass der Stadtteile-Vorstoß negative Auswirkungen auf die Stadt Bad Nenndorf haben wird. Anders hätte er die Sache beurteilt, wenn die zusätzlichen offenen Sonntage für die Innenstadt von Hannover gegolten hätten. So aber geht er davon aus, dass dem hiesigen Einzelhandel keine Kaufkraft verloren geht.

Schmidt könnte sich durchaus mehr Sonntage vorstellen

Dass Bad Nenndorf selbst mehr Sonntagsöffnungen benötigt, glaubt Schmidt ebenfalls nicht. Theoretisch können die Geschäfte in der Innenstadt ohnehin an jedem Sonntag zum Shoppen einladen, dieses für Kurorte geltende Recht nimmt außer Rewe aber kein Händler wahr. Daher initiierten die Kur- und Tourismusgesellschaft (KurT) und eine Händlergruppe den monatlichen „Nenndorfer Sonntagsbummel“. Schmidt macht keinen Hehl daraus, dass er sich durchaus mehr offene Sonntage vorstellen könnte, weil dies mehr Touristen, auch aus Hannover, anlocken könnte. Aber er respektiere die Haltung der Händler. gus

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