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Zwist im VdK schwelt weiter

Rodenberg/Nenndorf Zwist im VdK schwelt weiter

Beim Sozialverband VdK hängt weiterhin der Haussegen schief. Der Kreisvorsitzende und der Vorsitzende des Ortsverbands Rodenberg/Nenndorf sind nach ihrem Zwist vom Frühjahr nun erneut aneinandergeraten.

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Wolfgang Weber führt den VdK-Sozialverband Rodenberg/Bad Nenndorf. Wie lange noch, ist offen.

Quelle: Archivfoto

Rodenberg/Nenndorf. War es zuvor um nie bestätigte Vermutungen verkehrter Kassenführung gegangen, ist nun die Einladung zur Hauptversammlung der Ortsgruppe der Anlass.

Rückblende: Bei der VdK-Kreisversammlung im April hatten Vertreter aus Rodenberg und Nenndorf aus Protest den Saal verlassen. Dem Aufruf des an jenem Tag gewählten Vorsitzenden, Günther Ihloff, die Kassenbücher vorzulegen, war der Vorstand Rodenberg/Nenndorf zuvor nicht gefolgt. Die Unterstellung, die Zahlen hätten nicht gestimmt, hat sich aber nie bestätigt. Schriftliche Erklärungen der VdK-Geschäftsstelle dazu liegen dieser Zeitung vor. Auch der Landesverband betont: Es lag kein Verstoß vor.

Später hatte sich Ihloff – ebenfalls schriftlich – bei Wolfgang Weber, dem Vorsitzenden des Ortsverbands Rodenberg/Nenndorf, entschuldigt. Dieser verlangte aber auch eine mündliche Entschuldigung, die es nach seiner Darstellung nie gegeben hat. Ihloff ist verwundert, denn nach seiner Auffassung war der Streit beigelegt. Weber wiederum hat seinerseits gegenüber dem Kreisvorstand seinen Rückzug von allen Ämtern zum 31. Dezember angekündigt. Als Grund gibt er Differenzen mit dem Kreisvorsitzenden an. Gegenüber dieser Zeitung sagte Ihloff, Weber wolle aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten, was Weber als unwahr bezeichnet.

Dieser Punkt ist Hauptgrund, warum der Streit neu hochkocht: Ihloff lud die Mitglieder des Ortsvereins Rodenberg/Nenndorf in dieser Woche für den 24. Oktober zur Hauptversammlung ein. Er tue dies „im Auftrage des Ortsverbandsvorsitzenden Wolfgang Weber.“ Doch der ist sauer: Mit Ihloff sei bei einem Gespräch in Stadthagen vereinbart worden, dass in der Einladung auch der Grund für den frühen Zeitpunkt steht. Eigentlich tagt die Ortsgruppe im März.

„Das klingt, als wäre das eine ganz normale Versammlung“, sagt Weber. Und diesen Eindruck wollte der Noch-Vorsitzende keinesfalls erwecken. Von den besonderen Umständen ist in der Einladung an keiner Stelle die Rede. Tagesordnungspunkt 9 sieht die „Wahl des Vorstandes und Wahl der Kassenprüfer“ vor.

Ihloff sieht das weniger dramatisch: Die Mitglieder müssten über die Umstände nicht informiert werden, meint er. Zudem sei den Meisten bekannt, was vorgefallen sei. Ob er einen eigenen Kandidaten für den Vorsitz habe, ließ er offen. Die Versammlung wird jemanden finden, schätzt Ihloff. Weber stört noch etwas anderes: Er wollte für den 16. Oktober in die Räume des DRK einladen. Ihloff verlegte die Versammlung um acht Tage und etwa 100 Meter in den Bürgertreff Rodenberg-Mitte.

Für Zündstoff ist weiter gesorgt: Weber hat mit VdK-Kreisgeschäftsführerin Claudia Hilscher-Meinert nun vereinbart, dass er doch wieder für den Vorsitz kandidiert. Auch Kassenführerin Elfi Engert will erneut antreten. Am Freitag, 16. Oktober, 17.30 Uhr, dem Wunschtermin für die Hauptversammlung, will Weber in den DRK-Räumen über die Entwicklungen der vergangenen Wochen unterrichten. Alle Mitglieder lädt er dazu ein.

Hilscher-Meinert bewertet die Sache noch gelassen: Der Ortsverband werde auch künftig gut geführt, da sei sie sicher. Entweder mache Weber weiter, oder es werde jemand aus der Versammlung gewählt. Hans-Gerd Finke, Pressesprecher des VdK-Landesverbands Niedersachsen-Bremen, sieht in dem Zwist ein persönliches Problem. Ihloff und Weber können nicht miteinander und versuchen sich gegenseitig zu schaden. Dabei sei aus Sicht des Landesverbands eigentlich gar nichts Schlimmes vorgefallen. Unschön findet er, dass der Streit in der Öffentlichkeit ausgetragen wird. gus

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