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Samtgemeinde Rodenberg 17 Millionen Euro für Glasfaser
Schaumburg Rodenberg Samtgemeinde Rodenberg 17 Millionen Euro für Glasfaser
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00:22 10.03.2018
Dieter Brenneke (von links), Breitbandbeauftragter beim Landkreis, Bernd Wilhelm von der Telekom und Landrat Jörg Farr vollziehen den offiziellen Spatenstich. Quelle: göt
Soldorf/Landkreis

Am Mittwoch wurden die Arbeiten in Soldorf aufgenommen. Die Bauaktivität erstreckt sich von dort aus in Richtung Lyhren sowie Klein Hegesdorf und Großhegesdorf. Parallel startete auch der Bau im Ortsnetz Lindhorst, in der Gemeinde Auetal und im Rintelner Ortsteil Volksen. Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s).

Anwohner warten sehnlich auf schnelles Internet

„Das war ein langes Verfahren“, sagte Landrat Jörg Farr, unter dem auch das Vertrauen der Bürger gelitten habe. Immer wieder gab es skeptische Nachfragen, ob das schnelle Internet wirklich kommt. Wie sehnlich viele Bürger auf den Ausbau warten, zeigte sich in den Fragestunden bei Ratssitzung gerade in kleineren Orten.

Landrat Jörg Farr hält ein Grußwort.

Nun kommen die Glasfaserkabel in die Erde, und laut Bernd Wilhelm, Leiter Produktions- und Betriebsmanagement bei der Telekom, sollen alle Haushalte bis Ende des Jahres angeschlossen sein. „Wir freuen uns, dass die Gräben jetzt gegraben werden“, so Wilhelm. Er versprach, dass die Bauphase nicht so lange dauern wird, wie die Bereitstellung der Fördermittel.

Bund, Land, Landkreis und Kommunen zahlen zusammen 6,5 Millionen Euro

„Die freie Wirtschaft investiert, wo es für sie rentierlich ist“, sagte Farr. Die Wirtschaftlichkeitslücke von 6,5 Millionen Euro wird mit Fördermitteln gedeckt. Der Bund zahlt 2,9 Millionen Euro, das Land zwei Millionen Euro. Den Rest teilen sich der Landkreis und die Kommunen. „Das forciert den Ausbau in Summe enorm“, sagte Wilhelm. Andernfalls wären viele Haushalte wohl erst wesentlich später angeschlossen worden.

Landrat Jörg Farr und Apelerns Bürgermeister Andreas Kölle gehen selbst ans Werk und verbinden Glasfasern miteinander am Spleißgerät.

90 Prozent der Haushalte sollen nach Abschluss dieser Maßnahme mindestens einer Bandbreite von 50 Mbit/s zur Verfügung haben. „Aus unserer Sicht ist das eine herausragende Versorgung in der Fläche“, so Wilhelm.

„Die digitale Infrastruktur ist in diesem Bereich dann gut erschlossen“, sagte auch Heike Fliess, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Leine-Weser. Der Landkreis solle sich auch damit befassen, wie dies in den Bereichen Bildung, Medizin und Wirtschaft eingesetzt werden kann. göt