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Acht Einzelfälle ergeben eine Gruppe

Kinderbetreuung Acht Einzelfälle ergeben eine Gruppe

Wann ist ein Einzelfall kein Einzelfall mehr? Nach Einschätzung von Politik und Verwaltung der Samtgemeinde Rodenberg liegt die Antwort bei der Zahl acht. Zumindest, wenn es um Angebote in der Kinderbetreuung geht.

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Quelle: pr.

Samtgemeinde Rodenberg. Erhard Steege (CDU) hatte im zuständigen Fachausschuss die Frage gestellt: „Sind wir für die Eltern noch flexibel genug?“ Verwaltungsmitarbeiter Reinhard Peter beantwortete Steeges Frage mit einem Ja, doch es könne durchaus sein, dass manche Eltern ihre Wünsche nicht erfüllt bekommen. Es gebe zwar sehr wohl einzelne Anfragen zu bestimmten Betreuungszeiten, aber keinen flächendeckenden Bedarf an einer Verlängerung der Kernzeiten.

Ausschussvorsitzender Uwe Budde (SPD) stellte klar: Die Kommune könne sich nicht um jeden Einzelfall kümmern. Es gebe eine Achter-Regel – sobald acht gleichlautende Wünsche nach einem bestimmten Betreuungsangebot oder einer bestimmten Zeit vorlägen, werde das betreffende Angebot eingerichtet. Anders formuliert: Acht Einzelfälle ergeben eine neue Kita-Gruppe. Samtgemeindebürgermeister Georg Hudalla ergänzte: Häufig erledigten sich Sonderwünsche kurzfristig von selbst, weil eine veränderte Arbeitssituation der Eltern eingetreten sei.

Seitens der Elternvertreter wurde jedoch grundsätzlich der Sinn von Betreuungszeiten zwischen 7.30 und 12.30 Uhr angezweifelt. „Welche Mutter arbeitet schon von 8 bis 12 Uhr?“, fragte eine Elternvertreterin von der Kita Grover Straße. Angesichts dieser Zeiten funktioniere Kinderbetreuung nur unter Hinzunahme von Tagesmüttern oder Großeltern. Peter entgegnete, dafür gebe es die Möglichkeit einer Ausdehnung bis 13 Uhr oder länger.

„Das klappt aber nur, wenn in der Mittagsgruppe Plätze frei sind. Da ist aber alles voll“, sagte die Elternvertreterin. Budde wiederholte: Wenn sich acht Eltern eine bestimmte Angebotsform wünschen, verschließe sich die Politik diesem Wunsch nicht.

Daraufhin begann im Ausschuss das Feilschen: Wie sei es mit einer Ausnahme, wenn sieben Wünsche vorliegen? Doch darauf ließ sich Peter nicht ein. Senke die Samtgemeinde die Grenze auf sieben, werde anschließend unter Garantie nach einer Ausnahme im Fall von sechs Wünschen gefragt – und so weiter, bis der buchstäbliche Einzelfall erreicht sei.

Eine Zuhörerin berichtete von einem Engpass: Sie habe ihre Kinder bislang im Waldkindergarten untergebracht, suche aber zum Sommer nach Ganztagsplätzen, um ihrem Beruf nachgehen zu können. Doch in der Samtgemeinde seien ale Ganztagsplätze bereits belegt. Allerdings müssen Kommunen lediglich dem Rechtsanspruch der Eltern auf Vormittags-Kitaplätze Rechnung tragen. Ganztags-Gruppen sind also ein Bonus. gus

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